Unterirdischer Wasserspeicher fertig
Berliner Wasserbetriebe beenden nach zwei Jahren die Bauarbeiten am Mauerpark

Noch ziemlich chaotisch: Die Berliner Wasserbetriebe beräumen nach und nach ihre Baustelle an der Gleimstraße.
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  • Noch ziemlich chaotisch: Die Berliner Wasserbetriebe beräumen nach und nach ihre Baustelle an der Gleimstraße.
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Am Eingang an der Bernauer Straße steht zwar noch der Bauzaun der Berliner Wasserbetriebe, aber der Stauraumkanal unter dem Mauerpark ist fertig.

Inzwischen sind die Einstiegsschächte an der Gleim- und Bernauer Straße zugeschüttet und Straßenbelag und Gehwegpflasterung werden erneuert. Was jetzt noch fehlt, um das Bauvorhaben endgültig abzuschließen, ist die Spülung des Tunnels. Bis dahin wird es wohl noch etwas dauern, meint der Pressesprecher der Berliner Wasserbetriebe (BWB), Stephan Natz, auf Anfrage der Berliner Woche. „Uns fehlen dazu noch die Spülplatten, die eingebaut werden müssen. Der Hersteller hat zurzeit Lieferprobleme. Aber das Bauwerk an sich ist fertig.“

Vor zwei Jahren begannen die Arbeiten unter dem Mauerpark. Um die Grünanlage möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurde der 654 Meter lange Kanal mit einer Tunnelbohrmaschine unterirdisch vorangetrieben. Der Tunnelbohrer benötigte eine Startbaugrube an der Bernauer sowie eine Zielbaugrube an der Gleimstraße. In diesen beiden Gruben entstand auch die Anbindung des neuen Stauraumkanals an die Kanalisation der Wohngebiete im Umfeld sowie an ein Entleerungspumpwerk.

Über den Bau wurde bereits seit dem Jahre 2009 nachgedacht. Mit ihm soll ein Beitrag zum Schutz der Gewässer vor Verschmutzung geleistet werden. Wenn es in Berlin stark regnet, sind nämlich die Klärwerke überlastet. Wasser von den Straßen wird dann ungefiltert in Flüsse wie die Spree und die Panke gespült. Damit diese Verschmutzung vermieden werden kann, einigten sich Senat und Wasserbetriebe darauf, dass in Berlin ausreichend Stauraumkanäle gebaut werden. Dort wird bei Starkregen Schmutzwasser zwischengespeichert. Sobald die Klärwerke wieder freie Kapazitäten haben, fließt das Wasser aus diesen Kanälen in deren Richtung. Als ein geeigneter Ort für solch einen Kanal machten Wasserbetriebe und Senat den Bereich unter der Schwedter Straße im Mauerpark aus.

Damit Anwohner und Nutzer des Parks möglichst wenig von den Bauarbeiten belastet werden, ist mehrere Jahre an einem Verkehrs- und Baustellenkonzept getüftelt worden. Trotzdem gab es für die Bauleute dann einige Überraschungen auf der Baustelle. Am spektakulärsten waren sicher der Fund einer früheren Fahrzeugsperre, die zu den Grenzanlagen der Berliner Mauer gehörte, sowie eines Fluchttunnels in Richtung Oderberger Straße.

Der nun fertige Stauraumkanal kann bei Regen bis zu 7400 Kubikmeter Wasser speichern. Damit sich dort kein Schlamm ansammelt, wird er in festgelegten Abständen durchgespült. Der Bauzaun der Wasserbetriebe an der Bernauer Straße bleibt übrigens noch eine ganze Weile stehen. Die Grün Berlin GmbH plant die Sanierung des Mauerparks. In diesem Zusammenhang soll auch der Eingang an der Bernauer Straße umgestaltet werden. Damit dort Bäume gepflanzt, Rasen gesät und ein Mauergedenkort eingerichtet werden können, kamen die Wasserbetriebe mit den Parkgestaltern überein, dass die Grün Berlin GmbH den Bauzaun der Wasserbetriebe weiterhin nutzt.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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