Abbau bis Ende März geplant
Ehemaliges Tempohome auf dem Tempelhofer Feld verschwindet

Im Tempohome auf dem Tempelhofer Feld lebten von Ende 2017 bis Mitte 2019 gleichzeitig bis zu 1024 Geflüchtete.
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  • Im Tempohome auf dem Tempelhofer Feld lebten von Ende 2017 bis Mitte 2019 gleichzeitig bis zu 1024 Geflüchtete.
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Das ehemalige Tempohome auf dem Tempelhofer Feld ist bald endgültig Geschichte. Noch im Januar soll mit dem Abtransport der rund 900 Wohncontainer begonnen werden, die eine Fläche von 74 000 Quadratmetern auf dem betonierten Flughafenvorfeld einnehmen.

„Wir sind optimistisch, dass der Abbau dann im ersten Quartal abgeschlossen sein wird“, teilt Johanna Steinke, Sprecherin der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) mit. Das Containerdorf, das von der Tamaja GmbH betrieben wurde, steht bereits seit Monaten leer und wirkt seitdem wie eine ausgestorbene Kleinstadt mitten in Berlin. Zwischen den Reihen der Wohncontainer, die vom übrigen Tempelhofer Feld durch einen einfachen Bauzaun getrennt sind, befinden sich mehrere Sportplätze und Spielflächen sowie ein Waschsalon. Aus Blumenkästen wuchert das Unkraut.

Im Jahr 2017 war das Tempohome mit einer Kapazität von bis zu 1024 Wohnplätzen für insgesamt 17 Millionen Euro errichtet worden. Die ersten Geflüchteten zogen im November 2017 ein. Sie hatten zuvor ohne jegliche Privatsphäre in den Flughafenhangars gelebt, in denen sich lange Zeit auch das Ankunftszentrum für Geflüchtete in Berlin befand. Seit Ende April 2019 ist dieses jedoch auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in der Oranienburger Straße in Reinickendorf ansässig.

Abgebaut werden sollte das Tempohome eigentlich bereits bis Ende des vergangenen Jahres. Dieser Zeitplan konnte jedoch nicht eingehalten werden, denn noch ist offenbar nicht abschließend geklärt, an welchen neuen Standorten wie viele der Container jeweils als Nächstes eingesetzt werden. „Die Container verbleiben im Landesbesitz. Diese Entscheidung wurde vor geraumer Zeit getroffen, nachdem von verschiedenen Senatsverwaltungen und auch von den Bezirken Bedarfe gemeldet wurden. Wir haben diese Bedarfe gesammelt und koordinieren den Abbau und die Zwischenlagerung“, erklärt Johanna Steinke. Über die genaue Verteilung werde gemeinsam mit den zuständigen Senatsverwaltungen und den Bezirken entschieden. „Die Container brauchen allerdings eine Baugenehmigung für die Aufstellung und werden auch nicht in allen Fällen sofort benötigt. Das sind unter anderem Gründe für die Verzögerungen.“

Laut der BIM kommen die Container zunächst in ein Zwischenlager, sobald die dafür benötigte Baugenehmigung vorliegt. Die Kosten für den Abbau liegen demnach „in einem niedrigen siebenstelligen Bereich“.

Autor:

Philipp Hartmann aus Tempelhof

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