Große Herausforderung
Schulpolitischer Sprecher der CDU informiert sich über Neubau- und Sanierungsprojekte in Weißensee

Torsten Kühne (links) informiert Dirk Stettner und Katja Will, die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, über den Baufortschritt bei der Sanierung der Grundschule am Weißen See.
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  • Torsten Kühne (links) informiert Dirk Stettner und Katja Will, die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, über den Baufortschritt bei der Sanierung der Grundschule am Weißen See.
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Nach Weißensee ziehen immer mehr Familien. Werden auch künftig für deren Kinder genug Schulplätze zur Verfügung stehen?

Vor allem um diese Frage ging es bei einem Kiezspaziergang, zu dem der CDU-Ortsverband Weißensee einlud. Mit dabei Dirk Stettner. Der Ortsverbandsvorsitzende ist seit Kurzem schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Abgeordnetenhaus. Er folgt in dieser Funktion Hildegard Bentele, die ins Europaparlament wechselte. Als fach- und sachkundiger Gesprächspartner begleitete Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU) den Spaziergang.

Kühne machte gleich zu Beginn deutlich: „Ich gehe davon aus, dass jedes Kind in Pankow auch weiterhin einen Grundschulplatz bekommt. Es besteht schließlich eine Schulpflicht.“ Zugleich wies er darauf hin, dass Pankow bei den Themen Schulneubau und -sanierung vor großen Herausforderungen steht. Immerhin wird die Zahl der Grundschüler bis zum Schuljahr 2021/2022 im Bezirk jährlich um bis zu 2000 steigen. Damit ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, sind für den Bezirk 24 neue Schulen geplant. Weitere sind zu sanieren. Es ist eigentlich alles in Planung. Sorgen macht den Stadtrat nur die Zeitschiene, also die Frage, ob alle Schulen rechtzeitig fertig werden.

In Weißensee sind es vor allem drei Vorhaben: Neubau einer fünfzügigen Grundschule an der Rennbahnstraße, Sanierung und Ausbau der Grundschule am Weißen See an der Amalienstraße von einer drei- zu einer vierzügigen Schule sowie Sanierung des Primo-Levi-Gymnasiums an der Woelckpromenade und Neubau auf einem unbebauten Grundstück. In letzteren soll dann der Teil des Gymnasiums umziehen, der sich derzeit an der Pistoriusstraße befindet. Zwei dieser Projekte seien laut Kühne auf einem guten Weg.

Der Neubau an der Rennbahnstraße begann bereits. Zunächst wird dort ein Modularer Neubau für einen Klassenzug entstehen. Dieser soll bereits zu Beginn des kommenden Schuljahres fertig sein. Der danach entstehende Schulneubau wird Platz für die weiteren vier Züge bieten. Fertigstellung der neuen Schule, die im Rahmen der Schulbauoffensive vom Senat gebaut wird, ist 2022 geplant. Ebenfalls begonnen wurde mit der Sanierung der Grundschule am Weißen See. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude stammt aus dem Jahre 1931. Immer wieder stoßen die Bauleute auf Überraschungen. „Da muss sich dann die Denkmalschutzbehörde so manches näher anschauen, und es muss auch umgeplant werden“, so Kühne. Trotz dieser Stockungen liege man aber voll im Zeitplan. Für die Sanierung müssen übrigens insgesamt 20 Gewerke durch das Bezirksamt ausgeschrieben werden, was eine Mammutaufgabe ist. Und aufgrund der Baukonjunktur finden sich nicht immer gleich Firmen. Dann müsse erneut, manchmal mehrfach ausgeschrieben werden, so Kühne. 2021 soll aber die Schule, die derzeit an die Falkenberger Straße ausgelagert ist, wieder zurückziehen – so der Plan.

Noch nicht so weit vorangeschritten sind die Planungen für den Campus des Primo-Levi-Gymnasiums. Dafür ist der Bezirk noch immer mit einer Projektentwicklungsfirma im Gespräch, der das Grundstück Woelckpromenade 8-10 gehört. Auf diesem soll der Neubau entstehen. Als das Bezirksamt 2015 ein Verkehrswert-Gutachten für dieses Grundstück erstellen ließ, kam man auf einen Kaufpreis von vier Millionen Euro. Der damalige Eigentümer verkaufte aber an den Projektentwickler, der ihm nach Kenntnis des Bezirksamtes zwölf Millionen Euro bot. Inzwischen sind die Grundstückspreise weiter gestiegen. Trotzdem könnte der Bezirk das Grundstück erwerben. Ihm stehen dafür jetzt Mittel aus der Schulbauoffensive des Senats zur Verfügung. Noch kannte man sich nicht auf einen Kaufpreis einigen, aber man verhandele weiter, erklärt Kühne. Sollte es grünes Licht geben, würde ein sechszügiges Gymnasium entstehen. Im dann leergezogenen Schulhaus in der Pistoriusstraße 133 könnte nach einer Gebäudesanierung eine neue dreizügige Grundschule in Weißensee entstehen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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