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Anlässlich des 30-jährigen Bestehens sammelt die Brotfabrik derzeit Fotos und Erinnerungen

Vor 30 Jahren entstand dieses Bild des Kanadiers Justin Wonnacott in der Kneipe der Brotfabrik.
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  • Vor 30 Jahren entstand dieses Bild des Kanadiers Justin Wonnacott in der Kneipe der Brotfabrik.
  • Foto: Justin Wonnacott
  • hochgeladen von Bernd Wähner
Corona- Unternehmens-Ticker

In der Brotfabrik am Caligariplatz ist es seit Mitte März ungewöhnlich still. Nach und nach mussten auch dort alle Angebote wegen der Ausbreitung des Coronavirus eingestellt werden. Zunächst waren die Bühne, das Kino und die Galerie betroffen, und schließlich auch die Gaststätte im Haus.

Trotzdem hoffen Geschäftsführer Jörg Fügmann und seine Mitarbeiter, dass es dort in absehbarer Zeit mit einem Programm in der einen oder anderen Form weitergehen kann. Im Mai kann die Brotfabrik nämlich auf 30 Jahre zurückschauen, und dieses Jubiläum sollte mit einem großartigen Programm in diesem Jahr gefeiert werden. Wahrscheinlich wird es nun keine große Feier im Mai geben, aber gemacht wird trotzdem was. Und dafür werden Fotos aus 30 Jahren Brotfabrik gesucht. „Auf die Idee, einen Fotoaufruf zu starten, brachte uns Justin Wonnacott aus Ottawa in Kanada“, berichtet Jörg Fügmann. „Er schickte uns eine nette E-Mail und ein Foto, dass er seinerzeit in einem unserer Räume aufgenommen hatte.“

Justin Wonnacott schrieb unter anderem: „Es war irgendwann im Frühjahr 1990. Nachdem ich mit meinen Kameras einen langen Spaziergang durch Mitte unternommen hatte, war ich am späten Nachmittag in einer Kneipe. Ich war müde, durstig, meine Füße schmerzten.“ In der Kneipe, die heute zur Brotfabrik gehört, hätten zwei Männer gesessen und Bier getrunken, berichtet der Kanadier weiter. Ein dritter sei wenig später mit einem gebratenen Huhn herein gekommen. Die Männer hörten sofort auf zu reden und verschlangen blitzschnell das ganze Huhn. Wenige Augenblicke danach verschwanden alle. „Ich schaute in den leeren Raum und ich mochte die Szene. Also stellte ich meine Kamera auf und machte ein Foto von allem.“

Eines der seinerzeit entstandenen Fotos und seine Erinnerungen schickte Justin Wonnacott kürzlich an die Brotfabrik. Und daraus soll nun mehr werden. Wer Lust hat, der Brotfabrik mit seinen Erinnerungen oder einem Foto eine Freude zu machen, kann Text und/oder Bild einfach schicken. Der Kontakt findet sich auf https://bwurl.de/14x2. „Jede Einsendung erhält ein kleines Dankeschön von uns“, so Fühmann, „und natürlich werden wir alles auf unserer Homepage veröffentlichen. Wir sind gespannt.“

Im Gebäude der Brotfabrik wurde übrigens ab 1890 tatsächlich Brot gebacken. In den letzten Jahren der DDR entstand dort allerdings ein Jugendklub, den zuletzt Jörg Fügmann leitete. 1989/1990 entwickelten die Jugendlichen und die Klubleitung ein neues Konzept für ein Kulturzentrum. Für die Umsetzung gab es grünes Licht vom Runden Tisch und vom damaligen Rat des Stadtbezirks Weißensee. Im Mai 1990 ging daraufhin das Kulturzentrum Brotfabrik an den Start. Im November 1990 gründeten die Unterstützer der Brotfabrik den Verein Glashaus, der noch heute Träger des Kulturzentrums ist. Dieser ist auch Mieter des Hauses, denn das Gebäude gehört weiterhin dem Bezirksamt.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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