Mit Disziplin, Ausdauer und Geduld
Reinickendorfs Bürgermeister Frank Balzer (CDU) über ein schwieriges Jahr 2020

Frank Balzer: „Es war nicht die Zeit zum ausgelassenen Feiern, sondern zum Abstandhalten, zum Beachten der Hygieneregeln und zum Masketragen.“
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  • Frank Balzer: „Es war nicht die Zeit zum ausgelassenen Feiern, sondern zum Abstandhalten, zum Beachten der Hygieneregeln und zum Masketragen.“
  • Foto: Bezirksamt Reinickendorf
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Das Jahr 2020 wird uns allen als ein besonderes in Erinnerung bleiben. Auch wir hier in Reinickendorf starteten mit großen Ambitionen in das neue Jahrzehnt, von dem wir hofften, es möge ein so goldenes werden wie vor 100 Jahren.

Damals erfand sich Berlin nicht nur als Metropole neu, sondern machte Reinickendorf auch zu einem seiner Stadtbezirke. Mit dem selbstbewussten Slogan „Stadt. Land. Fuchs. Reinickendorf“ wollte der Bezirk im Mai das 100-jährige Bezirksjubiläum mit einem großen Bürgerfest rund ums Rathaus feiern. Leider kam es anders, weil die Corona-Pandemie unser aller Leben einschränkte, wie wir es wohl nie für möglich gehalten hätten. Es war nicht die Zeit zum ausgelassenen Feiern, sondern zum Abstandhalten, zum Beachten der Hygieneregeln und zum Masketragen.

Gerade in Krisenzeiten kommt es auf eine funktionierende, leistungsstarke Verwaltung an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirksamtes Reinickendorf sind ihrer besonderen Verantwortung bestens gerecht geworden. Mit Disziplin, Ausdauer, Geduld, großer Kollegialität und Opferbereitschaft haben sie viele Herausforderungen gemeistert und dafür gesorgt, dass das Serviceangebot so umfangreich wie möglich aufrechterhalten wurde. Besonderer Dank gebührt dabei den Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsamt, im Corona-Lagezentrum, in den Bürgerdiensten, im Ordnungsamt, im Sozialamt, im Bereich der Jugendhilfe mit seinen Sozialdiensten sowie allen Beschäftigten in den Schlüsselpositionen unseres Hauses. Bedanken möchte ich mich aber auch für die Unterstützung der Bundeswehr in unserem Corona-Lagezentrum sowie bei den vielen ehrenamtlichen Helfern. In schweren Zeiten zeigt sich, auf wen man sich verlassen kann.

Jede und jeder an seinem Platz

Die größte Leistung, für die ich dankbar bin, ist, dass so viele Reinickendorferinnen und Reinickendorfer – jede und jeder an seinem Platz – mitgeholfen haben, die Pandemie zu meistern. Natürlich stehen Ärzte, medizinisches Personal sowie Pflegekräfte in einer solchen Krise zu Recht im Mittelpunkt. Doch wir brauchen eben auch die vielen anderen Alltagshelden, damit Kitas, Schulen, Polizei, Feuerwehren, Vereine, Behörden, kurz unser gesamtes Gemeinwesen funktionieren kann. Ich denke, da ist auch ein Stück neuer Zusammenhalt in unserer sonst so schnelllebigen Gesellschaft entstanden. Ich hoffe, das bleibt über die Zeit der Pandemie hinaus.

Obwohl man es vor lauter Corona oft gar nicht wahrnimmt: Es ist auch viel Gutes in Reinickendorf in diesem Jahr passiert: Ich freue mich beispielsweise über die Eröffnung des Caritas-Hospizes in Hermsdorf ebenso wie über die Eröffnung des Familien- und Integrationszentrums der Evangelischen Apostel-Petrus-Gemeinde im Märkischen Viertel. Unser Bezirk konnte viele beeindruckende Projekte mit Geld aus dem Kiezfonds fördern. Wir haben den Reinickendorfer Umweltpreis neu aufgelegt. Die Berliner Stadtreinigung startete das Gebrauchtwarenkaufhaus „NochMall“ an der Auguste-Viktoria-Allee. Neue Spielplätze wurden unter anderem an der Eschachstraße, dem Saalmannsteig und am Dianaplatz eröffnet. Nicht zu vergessen: Das Ende der Flughafens Tegel läutet ein neues Kapitel in der Stadtentwicklung rund um den Kurt-Schumacher-Platz ein.

Trotz Corona gab es noch einige andere wichtige Termine für Frank Balzer (rechts). Einer davon: Die Präsentation der neuen Betreiber für das Strandbald Tegel.
  • Trotz Corona gab es noch einige andere wichtige Termine für Frank Balzer (rechts). Einer davon: Die Präsentation der neuen Betreiber für das Strandbald Tegel.
  • Foto: Thomas Frey
  • hochgeladen von Thomas Frey

Im kommenden Jahr wird es darauf ankommen, dass wir möglichst schnell zurückfinden zu einer Normalität nach der Pandemie. Noch federn Bund und Länder mit viel Geld die wirtschaftlichen und sozialen Härten der Beschränkungsmaßnahmen und Umsatzverluste ab. Doch solche Hilfen können nicht ewig fließen. Dann heißt es nicht nur, ohne diese auszukommen. Dann geht es auch darum, die öffentlichen Haushalte so zu gestalten, dass die angehäuften Schulden auch irgendwann zurückgezahlt werden, ohne dass unsere Infrastruktur vernachlässigt wird.

Sehnsüchtig werden sicher viele das Ende der Sanierungsarbeiten an der Oranienburger Straße nach mehr als vier Jahren Bauzeit, aber auch die Wiedereröffnung des Tegel-Centers an der Gorkistraße erwarten. Das Bezirksamt selbst wird mit der Stadt wachsen: Auf dem Gelände des Straßen- und Grünflächenamtes in Alt-Wittenau 69 wird ein Erweiterungsbau für bis zu 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. Der Bezirk hat dafür Mittel aus dem SIWANA-Programm des Senats in Höhe von 4,4 Millionen Euro erhalten. Reinickendorf hatte nach vielen Jahren des Personalabbaus in den vergangenen fünf Jahren einen Zuwachs von knapp 200 neuen Kolleginnen und Kollegen zu verzeichnen. Darauf werden wir nun auch baulich reagieren.

Frank Balzer, Bezirksbürgermeister von Reinickendorf

Frank Balzer: „Es war nicht die Zeit zum ausgelassenen Feiern, sondern zum Abstandhalten, zum Beachten der Hygieneregeln und zum Masketragen.“
Trotz Corona gab es noch einige andere wichtige Termine für Frank Balzer (rechts). Einer davon: Die Präsentation der neuen Betreiber für das Strandbald Tegel.
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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