Restriktion und Aufklärung
Ein Konzept gegen den Müll

Der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Sebastian Maack (AfD) möchte mit einem Drei-Säulen-Modell der zunehmenden Vermüllung des öffentlichen Raums entgegentreten.

Ein Teil des Konzeptes, das Maack auch den Ordnungsämtern der anderen Bezirke vorschlägt, setzt auf ein deutlich restriktiveres Vorgehen als bisher. Dazu zählt eine Verschärfung des Bußgeldkatalogs. Danach könnte schon jetzt das Wegwerfen einer Zigarettenkippe mit 60 Euro zu Buche schlagen. Maack schlägt eine Verdoppelung vor. Zudem möchte er Problemkieze ausweisen, in denen es zu erhöhten Feststellungen von Verschmutzungen kommt, wo die erhöhten Bußgelder ein weiteres Mal verdoppelt werden – im Fall der Zigarettenkippe auf 240 Euro.

Zudem soll es keine Verwarngelder mehr geben. Die sind niedriger als Bußgelder, und nicht mit einer Registrierung der Person verbunden. Bei Wiederholungstätern könnte zudem das Bußgeld wieder verdoppelt werden.

Maack ist sich bewusst, dass er seine 36 Außendienstmitarbeiter nicht flächendeckend einsetzen kann. In diesem Jahr sollen immerhin noch acht weitere hinzu kommen. Nach Gesprächen mit dem Personalrat hofft er, diese auch in Zivil einsetzen zu können. Für den Politiker wäre es schon ein Erfolg, die Verwahrlosung des öffentlichen Raums erst einmal aufhalten zu können.

Gutscheine für Sperrmüllentsorgung?

Zudem setzt Maack auf Kooperation mit der Berliner Stadtreinigung. Schon zweimal sorgte er dafür, dass in Reinickendorf-Ost Sperrmüll direkt an zwei Stellen abgegeben werden konnte. Ob dies zu weniger Müll im öffentlichen Raum führte, wird noch ausgewertet. Maack kann sich auch vorstellen, einmal im Jahr Gutscheine für eine Sperrmüllentsorgung bei der Berliner Stadtreinigung an Inhaber des Berlin-Passes auszugeben. Sonst kostet eine solche Beauftragung ab 50 Euro aufwärts.

Maack möchte zudem die Aufklärung über die Auswirkungen achtlosen Wegwerfens stärken. Er unterstützt das Projekt Aufheber.de. Das ist eine Gruppe von Menschen, die sich vorgenommen hat, jeden Tag drei Müllstücke aufzuheben und korrekt zu entsorgen. Sie gehen zudem in Kitas und Schulen und informieren über Umweltschäden durch Müll.

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