Dreharbeiten zur Luftbrücke beendet
Abgedreht: Letzte Klappe für Doku

Emily (Mitte) mit anderen Schülern, den zwei Bürgermeistern und Lehrkräften.
  • Emily (Mitte) mit anderen Schülern, den zwei Bürgermeistern und Lehrkräften.
  • Foto: Bezirksamt
  • hochgeladen von Ulrike Kiefert

Die letzte Klappe ist gefallen. Die Dreharbeiten für die Doku von Schülern zum 70. Jubiläum der Luftbrücke Berlin sind im Kasten. Im Juni wird sie gezeigt.

34 Zeitzeugen der Berliner Luftbrücke wurden von Schülern des Hans-Carossa-Gymnasiums und des Christian-Gymnasiums im niedersächsischen Hermansburg bei Faßberg befragt. Nun gehen die 3000 Videominuten Rohmaterial in den Schnitt. Dazu stellen die Jugendlichen jetzt Voiceover-Texte und historische Fotos zusammen. Die 16-jährige Emily war in Faßberg hinter der Kamera dabei: „Für mich waren die Zeitzeugengespräche eine geschichtliche Bereicherung. Diese Erfahrungen sollten wir für die Zukunft bewahren. Denn die gemeinsame Hilfe und Unterstützung anderer Länder für Berlin während der Luftbrücke ist beispielgebend für das heutige Europa.“

Damals, vor 70 Jahren, versorgten Amerikaner und Briten von Juni 1948 bis Mai 1949 das abgeschottete Berlin mit Hilfsgütern. Damit das Wissen und die persönlichen Erlebnisse der Zeitzeugen aus Spandau und seiner Partnerstadt Faßberg nicht verloren gehen, trafen sich die „alten Kinder“ im letzten Jahr regelmäßig mit 33 Elfklässlern des Hans-Carossa-Gymnasiums in Kladow und des Christian-Gymnasiums in Hermannsburg. Der Fliegerhorst Faßberg war einer der wichtigsten Pfeiler der Luftbrücke. Exakt 539.112 Tonnen heiß begehrte Kohle wurden damals von Faßberg nach Gatow geflogen. Was die Spandauer einst erlebten und die Zeitzeugen vom Kohle-Startplatz Faßberg, haben sie den Schülern erzählt. Denn die wollten einen Dokumentarfilm drehen.

Öffentliche Vorführung im Juni 2019

„Ein großartiges Schulprojekt“, ist Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl vom Engagement der Schüler und ihrer Lehrer begeistert. „Unsere Vorfreude auf den Dokumentarfilm ist groß. Bald kommt er zur Aufführung. Eines ist aber schon heute sicher. Die junge Generation von heute und die Kinder von damals wurden so etwas wie ziemlich beste Freunde.“ Seinem Spandauer Amtskollegen Helmut Kleebank geht es genauso. „Was sie sich zu sagen hatten, wird Inhalt des Films sein, da soll vorher aber nichts durchsickern. Was zu sehen sein wird, ist absolut vorzeigbar und spannend.“

Öffentlich gezeigt werden soll der etwa halbstündige Dokumentarfilm im Juni 2019 bei der „Berlin Airlift 70“. Bei diesem Event kommen die historischen „Rosinenbomber“ anlässlich des 70. Jubiläums der Luftbrücke nach Berlin zurück – sehr wahrscheinlich zum letzten Mal. Technisch geholfen hat die Bundeswehr bei den Dreharbeiten am früheren Start- und Landeplatz der Kohleflieger.

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