Tipps von „Kiki Karotte“
"Möhrchenheft" sensibilisiert Kinder für den Klimaschutz

Die Köpfe des Projektes "Möhrchenheft" v. li.: Erfinder und Projektleiter Andreas Bauermeister, Lidia Perico und Juliane Brix von der Stabsstelle BNE, Schulstadträtin Heike Schmitt-Schmelz und Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger.
  • Die Köpfe des Projektes "Möhrchenheft" v. li.: Erfinder und Projektleiter Andreas Bauermeister, Lidia Perico und Juliane Brix von der Stabsstelle BNE, Schulstadträtin Heike Schmitt-Schmelz und Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger.
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Vor drei Jahren hat Lidia Perico von der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung die Idee eines Hausaufgabenheftes mit Mehrwert aus Thüringen übernommen. In diesem Jahr machen schon neun Bezirke mit, es gibt zwei Themen und die Auflage ist auf 48 000 Exemplare angestiegen. 

Zwischen dem 13. und 16. November 2020 werden die Berliner Drittklässler etwas über den Treibhauseffekt erfahren, fast nebenbei: Eine Doppelseite in ihrem Hausaufgabenheft widmet sich dann zwei Schulwochen der Frage, warum die Erde "Fieber“ hat. Das Heft für die Viertklässler befasst sich mit dem fairen Handel. Immer wieder bekommen die Mädchen und Jungen im Laufe des Schuljahres Informationen oder nützliche Tipps von „Kiki Karotte“, die auf spielerische Weise Kinder im Grundschulalter für diese Themen sensibilisieren und Lösungsansätze vermitteln soll.

Lidia Perico und ihre Kollegin Juliane Brix haben am 16. Juni damit angefangen, die 48 000 „Möhrchenhefte“ in Kartons und auf die Ladeflächen der Elektro-Lastenfahrräder der inselprojekt.berlin UG zu packen, mit denen sich dann „berittene“ Boten auf den Weg zu den Schulen machten. Dort werden sie dann kostenlos an die Schüler der dritten und vierten Klassen verteilt.

Die rasante Fahrt, die das Projekt innerhalb kurzer Zeit aufgenommen hat, beeindruckt vor allem den Erfinder des „Möhrchenheftes“, Andreas Bauermeister aus Thüringen. „Zunächst hatten wir ja nur Schulen der Städtekette Weimar, Erfurt und Jena beliefert, mit geringeren Stückzahlen. Und dann kam Berlin. Die Menge in diesem Jahr macht uns sehr glücklich, stellte uns aber auch vor eine große logistische Herausforderung.“ Er arbeite bei der Produktion mit Behindertenwerkstätten zusammen. Eine Maschine, die ein Exemplar nach dem anderen ausspucke, sei noch nicht gefunden, so der Projektleiter.

Ziel des überbezirklichen Projektes ist es, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen aktiv in den Lehrplan einzubeziehen und einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag zu leisten. Die Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung koordiniert das Projekt in Berlin mit Unterstützung der Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die mit jeweils 45 000 Euro auch die Finanzierung sicherstellten. Die Bezirke beteiligen sich mit jeweils 500 Euro pro Thema an den Kosten.

Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: „Mit den Heften rücken die Themen Fair Trade und Klimaschutz schon in jungen Jahren immer wieder ins Bewusstsein. Dazu bieten wir als Bezirksamt den Schulen auf Wunsch auch Projektwochen oder Workshops an, die wir organisieren.“ Auch Schulstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) freute sich über den „tollen Lerneffekt“, den das Hausaufgabenheft mit sich bringe. Von ihrer Tochter wisse sie, dass die Hefte bei den Schülern gut ankommen. „Super auch, dass die Hefte nun noch vor den Sommerferien verteilt werden. Weil sie dann im neuen Schuljahr auch wirklich benutzt werden.“

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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