Kawumm, Peng & Knall
Für die Tiere in Zoo und Tierpark ist Silvester nicht das Highlight des Jahres

Der Sibirische Tiger im Tierpark freut sich auf einen ruhigen Jahreswechsel.
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  • Der Sibirische Tiger im Tierpark freut sich auf einen ruhigen Jahreswechsel.
  • Foto: 2018 Tierpark Berlin / Zoo Berlin
  • hochgeladen von Manuela Frey

Alle Geschenke sind ausgepackt, die Festtage sind gut überstanden und schon steht für viele Berliner und zahlreiche Touristen das letzte Fest des Jahres an: Silvester. Giraffen, Elefanten & Co. fiebern diesem Tag jedoch nicht entgegen, denn sie sind regelrechte Partymuffel.

Der Großteil der Tiere in Zoo und Tierpark verbringt die Silvesternacht gut geschützt in ihren vertrauten Stallungen und Innenanlagen. Wenn rund um den Zoo lautstark gefeiert wird, bleiben sie davon jedoch nicht ganz unbeeindruckt. Gerade die Knallkörper, die schon vor der erlaubten Uhrzeit gezündet werden, registrieren die Tiere durchaus. Antilopen und Giraffen zucken bei besonders lauten Böllern auch schon mal zusammen. Die Beobachtungen der letzten Jahre haben zwar gezeigt, dass die meisten Tiere die Nacht trotz allem relativ ruhig verbringen, die Belastung durch Lautstärke und Feinstaub ist jedoch außerordentlich hoch. Glücklicherweise wohnen einige Tierpfleger und Tierärzte direkt im Zoo, sodass sie jederzeit bei ihren Schützlingen vorbeischauen können.

Der Tierpark ist mit seiner Größe von 160 Hektar deutlich weitläufiger als der Zoo. So leben viele der sensibleren Tiere wie Giraffen und Gazellen weit ab des Lichtenberger Trubels. Doch selbst hier sind die Knallkörper am hell erleuchteten Berliner Himmel deutlich zu hören. Das kleine Panzernashorn Karl sieht rein optisch zwar sehr robust aus, die wilde Knallerei wird er mit seinem feinen Gehör jedoch definitiv wahrnehmen. Daher wird er die letzte Nacht des Jahres dicht an der Seite seiner Mutter Betty verbringen.

„Ich möchte an all die feiernden Menschen in der Stadt appellieren, auf sich und ihre Umwelt Acht zu geben. So können alle Bewohner dieser Stadt – ob Mensch, ob Tier – entspannt in das neue Jahr rutschen“, bittet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Investieren Sie Ihr Geld lieber sinnvoller. Auch Ihr Haustier wird es Ihnen danken“, ergänzt Knieriem. Glücklicherweise ist es in Zoo und Tierpark bisher noch nie zu ernsthaften Zwischenfällen gekommen. Natürlich werden die Mitarbeiter von Zoo und Tierpark aber auch in der diesjährigen Silvesternacht wieder ganz besonders aufmerksam auf ihre Schützlinge achten.

Der Sibirische Tiger im Tierpark freut sich auf einen ruhigen Jahreswechsel.
Der Zwergotter im Zoo braucht eine Mütze voll Schlaf. Hoffentlich auch über den Jahreswechsel.

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