Noch immer hohe Zahl an Bezirksfremden in den Kitas
Ihr Kinderlein kommet...

Die nackten Zahlen sehen so aus: In Friedrichshain-Kreuzberg gab es, mit Stand vom 30. Juni, 15.120 angebotene Kitaplätze. Davon waren 14.980 belegt.

Auf den ersten Blick sieht das nach einer einigermaßen entspannten Situation aus. Was aber täuscht: Der leichte Überhang kann auch daraus resultieren, dass einige Plätze aus unterschiedlichen Gründen derzeit nicht besetzt werden können. Oder das Angebot nicht zur Nachfrage passt. Deutlich wird das bei einer anderen Zahl: Laut Betriebserlaubnis könnten sogar knapp 15.800 Kinder aufgenommen werden. Sie wird aber, unter anderem wegen fehlenden Fachpersonals oder aktueller Bauarbeiten nicht ausgeschöpft. Die Lage auf dem Kitamarkt bleibt deshalb weiter angespannt.

Auch weil ein anderes Thema weiter auf der Tagesordnung steht. Nämlich die hohe Zahl von Kindern aus anderen Bezirken, die eine Kita in Friedrichshain-Kreuzberg besuchen.

Immer mehr Kinder werden im Bezirk betreut

Ende 2018 wurden 3676 Mädchen und Jungen gezählt, auf die das zutrifft. Gegenüber 2017 ist das ein Zuwachs von mehr als 200. Im Gegenzug waren vor einem Jahr 2536 und vor zwei Jahren 2355 Kinder aus Friedrichshain-Kreuzberg in einer Tagesstätte außerhalb des Bezirks untergebracht.

Unterm Strich steht deshalb: Es existiert eine Differenz von knapp 1100, beziehungsweise 1140 Plätzen zu Lasten der eigenen jungen Einwohnerinnen und Einwohner. „Die Kapazitäten fehlen bei der bedarfsgerechten Versorgung von Kindern mit Wohnort Friedrichshain-Kreuzberg“, erklärte Bürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis90/Grüne) noch einmal aktuell auf eine Anfrage der Bezirksverordneten Tessa Mollenhauer-Koch (SPD).

Keine "Friedrichshain-Kreuzberg first"-Strategie

Es war nicht das erste Mal, dass die Rathauschefin auf dieses Missverhältnis und die Nachteile für die eigenen „Landeskinder“ hinwies. Teilweise musste sie sich dafür den Vorwurf gefallen lassen, sie propagiere eine „Friedrichshain-Kreuzberg First“-Strategie.

Monika Herrmann konterte den zum einen mit dem Verweis auf ihren Verantwortungsbereich. Und auch damit, dass Friedrichshain-Kreuzberg, im Gegensatz zu manchen Bezirken sein Kita-Angebot stetig erweitert habe. Das werde aber teilweise zunichte gemacht, weil andere ihre Hausaufgaben nicht erledigt hätten.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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