Vom Angeln von Aalen wird abgeraten
Wie gefährlich ist der Rummelsburger See?

Verschmutzt, aber laut Expertisen nicht gefährlich: der Rummelsburger See.
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Der Rummelsburger See ist eine Dreckbrühe. Gefahren für Anwohner, Nutzer oder Spaziergänger können aber gleichzeitig weitgehend ausgeschlossen werden.

Die erste Erkenntnis ist schon lange bekannt. Sie rührt aus der "historisch industriellen Nutzungsgeschichte" rund um dieses Gewässer und die in den See eingeleiteten Abwässer und Schadstoffe. Die Belastung ist in den vergangenen Jahren durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und der Freien Universität Berlin "intensiv" untersucht worden. Darüber hinaus wurden die Fraunhofer Institute für Toxikologie und experimentelle Medizin sowie für Molekularbiologie und angewandte Ökologie mit einer Analyse zur gesundheitlichen Risikobewertung beauftragt. Die Ergebnisse dieser Studien liegen jetzt vor. Ihr wichtigstes Resultat: Leben, verweilen oder Freizeitaktivitäten am und auf dem See seien größtenteils unbedenklich, allerdings mit ein paar Einschränkungen, auf die auch die Gesundheitsämter der beiden Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg hinweisen.

Es bestehe zwar keine Gefahr bei direktem Kontakt mit dem Wasser. Das gelte selbst dann, wenn jemand hinein fällt oder geringe Mengen verschluckt werden. Allerdings gilt im Rummelsburger See, wie überall in der innerstädtischen Spree und den Kanälen, ein generelles Badeverbot. Das sei aber bereits der Sicherheit wegen des Schiffsverkehrs geschuldet. Zu vermeiden sei darüber hinaus ein Betreten ufernaher Bereiche. Dadurch könnten Sedimente aufgewirbelt werden. Auch Wasserfahrzeuge sind dafür häufig verantwortlich. Abgeraten wird auch von einem, "insbesondere täglichen Verzehr" von geangelten Fischen. Das gelte vor allem für fettreiche Arten wie zum Beispiel den Aal. Sie könnten mit gesundheitsschädigenden Substanzen belastet sein.

Zeitweise geht vom Rummelsburger See auch eine Geruchsbelästigung aus. Sie wird zwar nicht als Gefahr "im Sinne einer toxischen Wirkung" eingeschätzt. Aber unstrittig sei natürlich, dass der Gestank als subjektiv empfundene Beeinträchtigung wahrgenommen werden könne.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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