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Positives Bild vom Bezirk: Interview mit der Bürgermeisterin Dagmar Pohle

Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) äußert sich zum neuen Jahr.
Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) äußert sich zum neuen Jahr. (Foto: hari)

Das zurückliegende Jahr war ereignisreich und auch das neue Jahr wird wieder spannend. Mit Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) sprach zum Jahreswechsel Berliner-Woche-Reporter Harald Ritter.

Was erscheint Ihnen im abgelaufenen Jahr 2017 besonders gelungen?

Pohle: Die BVV und das Bezirksamt haben einen Haushaltsplan für 2018 und 2019 aufgestellt und beschlossen, der ohne Einschränkungen und Änderungen durch das Abgeordnetenhaus am 14. Dezember bestätigt wurde. Das hat es die letzten Jahre so nicht gegeben. Der Personalabbau konnte mit der neuen rot-rot-grünen Koalition beendet werden und wir haben neue Stellen bekommen. Diese werden wir zügig besetzen, um damit die Arbeitsfähigkeit der Bezirksverwaltung wieder zu verbessern und insbesondere in den bürgernahen Leistungsbereichen auszubauen.

Die IGA hat im abgelaufenen Jahr dazu beigetragen, dass der Bezirk viele Besucherinnen und Besucher hatte, die nicht nur mit Begeisterung die IGA mit ihren Attraktionen in Besitz genommen haben. Diese haben auch ein positives Bild über Marzahn-Hellersdorf mit nach Hause genommen.

Wo erwarten Sie im Jahr 2018 die meisten oder größten Probleme?

Pohle: In unserem wachsenden Bezirk muss es uns gelingen, die Kita- und die Schulversorgung zu sichern und neue Kapazitäten zu schaffen. Da ist für den Schulneubau und die -sanierung in den letzten Jahren einiges nicht schnell genug auf den Weg gebracht worden, das müssen wir jetzt bewältigen. Und wir brauchen Lösungen für unsere Verkehrsprobleme auf den Verkehrstangenten und eine Beschleunigung bei den Planungen für die TVO und den Straßen- und Straßenbahnausbau in Mahlsdorf.

Welches Ereignis außer der IGA wird Ihnen für das vergangene Jahr am ehesten im Gedächtnis bleiben?

Pohle: In diesem Jahr war es mir dank der finanziellen Unterstützung des Marzah-Hellersdorfer Wirtschaftskreises (MHWK) und vieler Unternehmen aus dem Bezirk zum 15. Mal möglich, etwa 1500 Kinder in der Vorweihnachtszeit ins Kino einzuladen. Das ist immer wieder ein zu Herzen gehendes Ereignis. Und zum Schuljahresbeginn startete die Lomonossow-Schule im vom Schulträger Mitra sanierten ehemaligen Verwaltungsgebäude des Griesinger-Krankenhauses ihre neue Schule. Die Turmuhr, die seit dem Kriegsende stillstand, ist wieder zum Leben erweckt.

Bei unserem Interview zu Anfang vergangenen Jahres nannten sie als ein großes Problem die Wohnraumknappheit im Bezirk. Wie kommt der Wohnungsbau voran?

Pohle: Seit dem Sommer sind im Wohngebiet am Landsberger Tor in die von der WG Marzahner Tor und von der Stadt und Land neu errichteten Wohnungen die ersten Mietrinnen und Mieter eingezogen. Es gibt inzwischen im Bezirk viele neue Wohnungsbaustandorte sowie viele Bauvoranfragen und Bauanträge. Diese werden zügig bearbeitet und in den nächsten Jahren hoffentlich auch umgesetzt. Aber die Nachfrage ist ungebrochen und die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks wächst weiter.

Ein weiteres Thema waren Kitas und Schulen. Was hat das Bezirksamt bisher umgesetzt und was wollen Sie in diesem Jahr erreichen?

Pohle: Wir werden auch noch weitere Kitaplätze schaffen können. Aber immer stärker in den Fokus rückt, dass die Kita-Träger nur noch schwer ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher finden. Mancher Kitaplatz bleibt zurzeit deshalb leer. Insofern hoffe ich auch auf die Entscheidung des Senats, in unserem Bezirk neue Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher zu schaffen. Mit der Schulbauoffensive des Landes Berlin haben wir als Bezirksamt eine besondere Verantwortung für den Regionalverbund Ost übernommen, um gemeinsam mit unseren Nachbarbezirken unsere Schulsanierungen voranzutreiben und neue Schulkapazitäten zu schaffen.

Gibt es Post im Amt, auf die Sie zu Anfang dieses Jahres besonders ungeduldig warten?

Pohle: Ja, auf den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2017. Wir haben sehr solide gearbeitet und werden trotz der hohen Bedarfe an Hilfen zur Erziehung im Jugendbereich hoffentlich ein ausgeglichenes Jahresergebnis vorlegen.

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