Wo die Kunst zu Hause ist zeigen neue Führungen

Martin Steffens vom Kulturnetzwerk Neukölln (links) und Tobias Sternberg vom HilbertRaum haben sich mit anderen Galerien und Kunstorten zusammengetan, um sich der Öffentlichkeit besser zu präsentieren.
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Neukölln. Bislang war es schwierig, sich einen Überblick über die vielen Kunsträume zu verschaffen, die sich im Bezirk angesiedelt haben. Ein Zusammenschluss von 18 ausgewählten Kunsträumen soll dies erstmals möglich machen - zunächst mit Führungen, die ab 21. Mai beginnen.

Rasant ist die Anzahl der Kunstorte in Neukölln in den letzten Jahren gestiegen, das Interesse an dem kreativen Hotspot ist weit über Berlin hinaus groß. Aber wo sind Kunsträume zu finden, was bieten sie und wann sind sie geöffnet? Dazu stellte der Verein Kulturnetzwerk Neukölln, der seit mehr als 20 Jahren die Kultur und Kunst im Bezirk fördert, Recherchen an. „Zwar gibt es nach unseren Erkenntnissen in Neukölln über 70 Kunstorte. Es ist aber - auch angesichts der großen Fluktuation - nicht möglich, einen konkreten Überblick über spannende Kunstorte zu bekommen, die kontinuierlich arbeiten“, erklärt Martin Steffens, Leiter des Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln.

Auf Initiative des Kulturnetzwerks hat sich eine Gruppe von jetzt 18 Kunsträumen aus Nord-Neukölln zusammengeschlossen, darunter 15 nichtkommerzielle Projekt- und Veranstaltungsräume sowie die beiden kommunalen und eine kommerzielle Galerie. Unter dem Namen „Kunsträume Neukölln / Art Spaces Neukölln“ wollen sie gemeinsam auftreten, um sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zunächst wird es vom 21. Mai bis 25. Juni an jedem Sonnabend kostenlose Führungen geben. Auf vier verschiedenen Routen werden nachmittags jeweils vier bis fünf der ausgewählten Kunsträume vorgestellt. Einer dieser Orte ist der von 16 Künstlern kuratierte „HilbertRaum“ in der Reuterstraße 31.

Hier werden alle zwei Wochen neue Ausstellungen von internationalen Künstlern gezeigt, derzeit „The Berta Art Raffle“, eine Gruppenausstellung mit Kunst-Lotterie. „Wir arbeiten wie die meisten Künstler in Neukölln nicht kommerziell und möchten uns einem Publikum, aber auch anderen Künstlern präsentieren. Die Führungen bieten uns dafür eine gute Möglichkeit“, meint Tobias Sternberg vom HilbertRaum. Während der 48 Stunden Neukölln vom 24. bis 26. Juni werden weitere Führungen auf Englisch und Spanisch angeboten. Martin Steffens: „Nach diesem ersten gemeinsamen Auftritt werden wir zusammen entscheiden, wie es weitergeht.“ SB

Weitere Infos unter www.art-spaces-nk.de.
Autor:

Sylvia Baumeister aus Neukölln

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