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Dreitägiges Festival "Offenes Neukölln" setzt ein Zeichen gegen rechts

Zum zweiten Mal findet das Festival „Offenes Neukölln“ statt. Von Freitag bis Sonntag, 1. bis 3. Juni, gibt es mehr als 150 Veranstaltungen im ganzen Bezirk.

Organisator ist das „Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt“, ein Zusammenschluss von Organisationen, Gewerkschaften, Parteien, Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen. Sie alle wollen den vielen Angriffen aus der rechten Szene, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat, etwas entgegensetzen. Ehrenamtlich haben sie die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Auf dem Programm stehen Film- und Theatervorführungen, Garten- und Stadtfeste, Lesungen und Workshops, Vorträge und Gespräche, Planspiele und Stadtrundgänge, Ausstellungen und Konzerte.

Offiziell eröffnet wird das Festival am Freitag um 17 Uhr auf dem Alfred-Scholz-Platz, Ecke Karl-Marx- und Richardstraße. Dann diskutieren Bürgermeister Martin Hikel (SPD), Timo Reinfrank, Geschäftsführer der Amadeu-Antonio-Stiftung, und andere über die rechte Anschlagsserie und darüber, was Politik und Zivilgesellschaft dagegen tun können.

Zwei weitere Veranstaltungen von vielen: Die evangelische Kirche organisiert eine „Radtour für ein offenes Neukölln“. Ziel sind Stätten rechtsextremer Vorfälle. Start ist Sonnabend um 14 Uhr auf dem Parkplatz der Magdalenenkirche, Karl-Marx-Straße 197. Dann geht es unter anderem in die Hufeisensiedlung, zum Denkmal für den ermordeten Burak Bektas und zum Anton-Schmaus-Haus. Ende ist gegen 18 Uhr an der Rudower Buchhandlung „Leporello“.

In der Bürgerstiftung Neukölln, Emser Straße 117, wird Freitag um 18 Uhr über „Rassismus, Antisemitismus & Co. auf Neuköllner Schulhöfen" gesprochen. Auf dem Podium diskutieren unter anderem Sanem Kleff, Leiterin von "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" und die Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis.

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte: Unter www.offenes-neukoelln.de ist das gesamte Programm zu finden. Außerdem gibt es auf dem Alfred-Scholz-Platz einen Infostand des Bündnisses. Geöffnet ist er Freitag von 14 bis 12 Uhr, Sonnabend, von 10 bis 10 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Dort und an den anderen Veranstaltungsorten liegen gedruckte Programm-hefte aus.

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