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Drei Bären und die „unmögliche Treppe“: Torgau steckt voll interessanter Geschichten

Wo: Torgau Informations-Center, Markt 1, 04860 Torgau auf Karte anzeigen
Das Rathaus von Torgau wurde 1578 im Stil der Renaissance fertiggestellt. Im Vordergrund: der Brunnen „Narren und Musikanten“ aus dem Jahr 2000.
Das Rathaus von Torgau wurde 1578 im Stil der Renaissance fertiggestellt. Im Vordergrund: der Brunnen „Narren und Musikanten“ aus dem Jahr 2000. (Foto: Michael Vogt)

Vielen ist Torgau spätestens seit dem berühmten „Handschlag an der Elbe“ ein Begriff – jenes erste Zusammentreffen von sowjetischen und US-amerikanischen Soldaten im Frühjahr 1945, das fortan als Elbe-Day am 25. April begangen wird.

Dass die tausendjährige Stadt an der Elbe noch weitaus mehr zu bieten hat, erkannte bereits Martin Luther und schwärmte: „Torgaus Bauten übertreffen an Schönheit alle aus der Antike…“ Tatsächlich beeindrucken noch heute unter anderem das prächtige Schloss Hartenfels und ein wunderschönes Altstadtensemble mit über 500 Denkmalen aus Spätgotik und Renaissance die Besucher. Es waren die kursächsischen Fürsten aus der Linie der Wettiner, die Torgau im 16. Jahrhundert zu ihrer Residenz und zu einem Zentrum der Reformation machten. Und so wird spannende Zeitgeschichte zum ständigen Begleiter bei einem Spaziergang durch Torgau. Die Schlosskirche wurde von Martin Luther selbst geweiht, seine Frau Katharina von Bora liegt unweit in der Stadtkirche St. Marien begraben.

Im Schlosshof fasziniert derweil eine imposante Außentreppe Architekturfans aus aller Welt – der große Wendelstein. Die sogenannte „unmögliche Treppe“ ist nämlich freitragend ohne stützende Mittelpfeiler konstruiert. Den heimlichen Maskottchen der Stadt begegnet man schließlich mit etwas Glück am Festungsgraben – dort wird mit den Braunbären Jette, Bea und Benno eine 550 Jahre andauernde Tradition der Bärenhaltung fortgeführt.

Ein Jubiläum ganz anderer Art lässt im Herzen der Altstadt unweit des Marktplatzes Kinderherzen höher schlagen. Denn hier führen die Nachfahren von Drechslermeister Christoph Loebner in elfter Generation ein Spielwarengeschäft, das sich mit nunmehr 333 Jahren wohl als das älteste in Deutschland bezeichnen darf…

Anfahrt: Mit ICE und Regionalbahn benötigt man von Berlin nach Torgau (Umstieg in Leipzig) rund zweieinhalb Stunden. In etwa gleicher Fahrzeit geht es mit dem Pkw auf der B101 in südlicher Richtung über Luckenwalde und Jüterborg nach Herzberg. Dort rechts auf die B87 abbiegen, die direkt nach Torgau führt.

Kontakt: Torgau-Informations-Center, Markt 1, 04860 Torgau, 03421 701401, www.tic-torgau.de.
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