Stadtteilzentrum mit neuem Namen
Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz enthüllt neues Schild über dem Eingang

Die Leiterin des Stadtteilzentrums Prenzlauer Berg, Mascha Steiner-Brünnhäußer, durchschnitt anlässlich der Umbenennung des Hauses im Beisein ihres kleinen Teams symbolisch ein Band.
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  • Die Leiterin des Stadtteilzentrums Prenzlauer Berg, Mascha Steiner-Brünnhäußer, durchschnitt anlässlich der Umbenennung des Hauses im Beisein ihres kleinen Teams symbolisch ein Band.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Hendrik Stein

Das Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz hat einen neuen Namen. Es heißt ab sofort Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg.

Die Umbenennung wollte das Stadtteilzentrum mit Nachbarn und einem großen Frühlingsfest feiern. Das wurde in den vergangenen Wochen mit viel Energie und einem tollen Programm vorbereitet. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus musste das Fest allerdings abgesagt werden. Weil aber alles bereits vorbereitet war, ließ es sich das kleine Team des Stadtteilzentrums nicht nehmen, zumindest die Umbenennung vorzunehmen.

Träger des Stadtteilzentrums in der Fehrbelliner Straße 92 ist die gemeinnützige Pfefferwerk Stadtkultur GmbH. Die Anfang der 90er-Jahre gegründete Gesellschaft engagiert sich bereits seit Jahren für die Nachbarschaftsarbeit im Kiez. Ihre Räume hatte sie zunächst in der Christinenstraße. Ende der 90er-Jahre legte der Senat dann ein Programm auf, um den Aufbau von Nachbarschaftshäusern und Stadtteilzentren in allen Bezirken zu fördern. Die Idee war und ist es immer noch, dass in diesen Häusern Nachbarschaftsarbeit geleistet wird und auch Angebote der Selbsthilfe gemacht werden, berichtet Mascha Steiner-Brünnhäußer, die Leiterin des Stadtteilzentrums. Zudem sollten alle, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, Rat und Unterstützung finden. Um das anbieten zu können, fanden die Pfefferwerker in der KIS Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe eine Partnerin. Diese war seinerzeit für Prenzlauer Berg und Mitte zuständig und war bereits im Kiez beheimatet. Als geeigneter Ort für das Nachbarschaftshaus wurde das Gebäude in der Fehrbelliner Straße 92 gefunden. In diesem befand sich früher ein jüdisches Kinderheim, das von Nazis 1942 geschlossen wurde. Zu DDR-Zeiten war dort zunächst eine Betriebsakademie und danach ein Kindergarten untergebracht.

Nachdem der Senat grünes Licht für das Nachbarschaftshaus gegeben hatte, eröffnete in diesem Gebäude 1998 das Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz. „Wir entschieden uns seinerzeit für diesen Namen, weil wir dachten, dass mit dieser Bezeichnung unser Haus für alle leichter zu finden ist“, sagt Susanne Besch, langjährige Mitarbeiterin des Hauses. Von Anfang an waren alle Angebote aber nicht nur auf den Kiez fokussiert, sondern standen allen zur Verfügung.

Doch in letzter Zeit sah sich das Team des Stadtteilzentrums immer mal wieder mit der Frage konfrontiert: Wo befindet sich denn eigentlich der Teutoburger Platz? „Nicht nur deswegen, sondern weil wir noch deutlicher machen wollen, dass wir für Menschen aus dem gesamten Ortsteil da sind, entschieden wir uns im vergangenen Herbst, das Stadtteilzentrum umzubenennen“, sagt Mascha Steiner-Brünnhäußer.

Seit seiner Eröffnung herrschte in der Fehrbelliner Straße 92 immer viel Betrieb. Es gab Kurse, Treffen von Selbsthilfegruppen und Ausstellungen in der Nachbarschaftsgalerie F92. Im Hof entstand außerdem eine Ökowerkstatt. Das alles soll es im Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg auch weiterhin geben.

Vorerst sind einzelne Mitarbeiter nur montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter ¿443 71 78 sowie per E-Mail an stadtteilzentrum@pfefferwerk.de zu erreichen. Außerdem werden Ideen gesammelt, wie Nachbarschaftsarbeit unter der aktuellen Situation funktionieren kann. Wer Ideen hat, kann sich unter den genannten Kontakten gerne melden.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.stadtteilzentrum-teute.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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