Von Kaffeeklatsch bis Bürgerinfo
Regierender Bürgermeister Michael Müller zu Besuch in der KulturMarktHalle

Michael Müller auf Stippvisite mit Pankows Bürgermeister Sören Benn und Sozialstadträtin Rona Tietje in der KulturMarktHalle.
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  • Michael Müller auf Stippvisite mit Pankows Bürgermeister Sören Benn und Sozialstadträtin Rona Tietje in der KulturMarktHalle.
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Die KulturMarktHalle in der Hanns-Eisler-Straße 93 im Mühlenkiez hat sich inzwischen zu einem echten Kieztreff entwickelt. Ausstellungen, Kaffeeklatsch, Konzerte, Theater und Informationsveranstaltungen – die Halle wird jeden Tag auf unterschiedliche Weise genutzt. Und als der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) kürzlich vorbeischaute, war die Halle mit über 70 Leuten gefüllt.

Es waren Menschen, die sich in unterschiedlichen Funktionen um Bewohner in den Flüchtlingsunterkünften des Bezirks kümmern. Diese kommen regelmäßig zu einem Austausch zusammen. Und die KulturMarktHalle ist als Ort für solche Treffen geradezu prädestiniert.

Diese Halle war zu DDR-Zeiten eine typische Kaufhalle. Anfang der 90er-Jahre zog Kaiser’s mit einem Supermarkt dort ein. Nachdem die Filiale geschlossen wurde, übernahm ein Trödelmarktbetreiber die Räume. Danach stand die Halle drei Jahre lang leer. Das Grundstück gehört der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Diese will es aber erst verwerten, wenn genau klar ist, wie und wann es mit dem geplanten Wohnquartier an der benachbarten Michelangelostraße weitergeht. Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer um Ludger Lemper hatten daher die Idee, aus der früheren Kaufhalle einen multifunktionalen Treff zu machen. In diesem können sich Nachbarn aus dem Mühlenkiez mit geflüchteten Menschen aus den Unterkünften an der Storkower Straße treffen. Sie können zum Beispiel an Projekten arbeiten oder gemeinsam dort ihre Freizeit verbringen. Die Jüdische Gemeinde schloss schließlich mit den Initiatoren einen Nutzungsvertrag ab. „Die Integration Geflüchteter ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und eine große Herausforderung, der wir uns alle gemeinsam stellen“, sagt Gideon Joffe, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. „Dafür brauchen wir mehr Orte, an denen sich Menschen verschiedener kultureller Hintergründe und Lebenserfahrungen treffen und austauschen können.“ Und mit der Halle stelle man solch einen Ort zur Verfügung.

Vor einem Jahr begann das Team des inzwischen gegründeten Vereins KulturMarktHalle mit dem Aufbau des Nachbarschaftstreffs. Und im Mai des vergangenen Jahres konnte er dann offiziell eröffnet werden. Inzwischen hat sich die KulturMarktHalle Stück für Stück weiterentwickelt. „Es gibt etwa 40 Leute, die sich hier sehr aktiv engagieren“, sagt Ludger Lemper, der Vorstandsvorsitzende des Vereins. „Wir freuen uns vor allem auch, dass die Verzahnung mit dem Mühlenkiez so gut funktioniert.“ Für die KulturMarktHalle gibt es inzwischen ein monatliches Veranstaltungsprogramm, das sich auf www.kulturmarkthalle-berlin.de findet. Außerdem werden regelmäßig Kurse und Workshops veranstaltet. Und immer wieder werden Kunstausstellungen präsentiert.

Michael Müller zeigte sich vom Projekt begeistert. „Es ist wirklich bemerkenswert, was Sie mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement hier auf die Beine gestellt haben“, sagte er bei seinem Besuch. Klar ist aber auch, dass die KulturMarktHalle nur eine Zwischennutzung ist. Wenn die Jüdische Gemeinde das Grundstück bebauen will, kann das Projekt nicht bleiben. Doch es besteht berechtigte Hoffnung, dass im Zuge einer Bebauung entlang der Michelangelostraße ein neuer Nachbarschaftstreff entstehen wird.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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