„Kieze stärken das Zugehörigkeitsgefühl“
FDP und SPD sind für einen Ortsteil Schlachtensee

2018 stellten Dirk Jordan und Manfred Bergmann symbolisch ein Schlachtensee-Ortsschild an der Ecke Matterhornstraße/Lindenthaler Alleee auf.
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  • 2018 stellten Dirk Jordan und Manfred Bergmann symbolisch ein Schlachtensee-Ortsschild an der Ecke Matterhornstraße/Lindenthaler Alleee auf.
  • Foto: Foto: Joachim Elsholz
  • hochgeladen von Ulrike Martin

Für die Idee, Schlachtensee zum offiziellen Ortsteil des Bezirks zu machen, setzen sich die Fraktionen von FDP und SPD in der BVV ein.

So hat die FDP einen Antrag zur Befragung eingebracht. Darin schlägt sie auch vor, wie die geschätzten Kosten von 20 000 Euro zu verringern seien. Es gebe  zum einen die Möglichkeit, die Ausweisung Schlachtensees als Ortsteil wie in einem Bebauungsplan-Verfahren bekannt zu machen und zur Stellungnahme auszulegen.

Zweitens könne aus dem Kreis der maximal betroffenen Einwohner eine Zufallsstichprobe gezogen werden. Zudem sei es möglich, auf einer Bürgerversammlung eine Befragung zu organisieren. Jede dieser Varianten oder auch eine Kombination ergebe ein repräsentatives Meinungsbild.

Das Wichtigste: „Die Kosten könnten deutlich gedrückt werden“, sagt der FDP-Verordnete Rolf Breidenbach. „Sie lägen bei einer Zufallsstichprobe, in der zehn Prozent der maximal 8000 Einwohner des neuen Ortsteils befragt werden würden, bei rund 2800 Euro für Portokosten.“

Die SPD-Fraktion hat sich dem Antrag angeschlossen. „In einer globalsierten Welt sind Kieze wichtig, sie stärken das Zugehörigkeitsgefühl“, sagt Bezirksverordneter Norbert Buchta. „Schlachtensee hat eine gewachsene Struktur, ich sehe keinen Grund gegen eine Ausweisung als Ortsteil.“

Der Antrag wurde bereits im Ausschuss für Ordnung, Nahverkehr und Bürgerdienste beraten und steht am Donnerstag, 31. Januar, im Ausschuss für Haushalt, Personal und Verwaltungsmodernisierung auf der Tagesordnung.

Unterstützung von Gewerbetreibenden

Dirk Jordan, Regionalhistoriker und Gründer der Initiative „Wir in Schlachtensee“, und seine Mitstreiter veranstalten am Mittwoch, 13. Februar, um 18 Uhr in der Johanneskirche Schlachtensee, Matterhornstraße 35, einer Bürgerversammlung. „Wir wollen nicht nur der Frage nachgehen, warum Schlachtensee immer noch kein Ortsteil ist, es geht auch um die Entwicklung des Kiezes, etwa darum, was sich in der Breisgauer Straße ändern soll“, sagt Jordan. Unterstützt wird die Idee des eigenen Ortsteils vom Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchengemeinde Schlachtensee. Auch in der Breisgauer Straße ansässige Gewerbetreibende haben schon Unterschriften für das Anliegen geleistet.

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