„Parkläufer“ als Problemlöser?
Die Senatsumweltverwaltung startet im Stadtpark Steglitz und an den Seen ein Pilotprojekt

Die Liegewiese am Schlachtensee ist in den Sommermonaten meistens gut besucht. Auch hier kommen die Parkläufer zum Einsatz.
  • Die Liegewiese am Schlachtensee ist in den Sommermonaten meistens gut besucht. Auch hier kommen die Parkläufer zum Einsatz.
  • Foto: Ulrike Martin
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Je schöner die Tage am See oder im Grünen, desto mehr Besucher gibt es und umso schlimmer sehen die Anlagen danach oft aus. Jetzt startet die Senatsumweltverwaltung das Pilotprojekt „Parkmanager“, eine neue Form der Parkbetreuung.

Steglitz-Zehlendorf nimmt mit dem Stadtpark Steglitz sowie den Grünflächen am Schlachtensee und an der Krummen Lanke daran teil. Der Bezirk hat 34 000 Euro für die Umsetzung erhalten.

Beauftragt wurde die Firma SI³ UG. Sie hat speziell für diese Aufgabe geschultes Personal, das durch eine auffallend grüne Dienstkleidung mit der Aufschrift „Parkläufer“ gut erkennbar ist. Es hat die Aufgabe, auf die Einhaltung von Regeln der Grünanlagennutzung zu achten, Informationen zu geben, zwischen den einzelnen Nutzergruppen zu moderieren aber auch auf Fehlverhalten hinzuweisen und im Streitfall deeskalierend einzugreifen.

„Wir freuen uns, in den drei Anlagen die Parkbetreuung testen zu können“, sagt Umweltstadträtin Maren Schellenberg (B’90/Grüne).

Zunächst werden die Mitarbeiter sich in den Anlagen umsehen, feststellen, wann die Stoßzeiten sind und dann als Parkläufer entsprechend zum Einsatz kommen und auf „Streife“ gehen.

Die Firma SI³ UG sagt auf ihrer Internetseite über sich selbst: „Wir wollen, neben den Sicherheitsaspekten, in Parkanlagen, in Kiezen und auf öffentlichen Plätzen zu einem sozialen Ausgleich beitragen.“ Auf bereits erzielte Erfolge wird verwiesen: Im Görlitzer Park hätten die Einsatzstunden von Polizei und Ordnungsamt bereits deutlich reduziert werden können.

Stadträtin Schellenberg hofft ebenfalls auf positive Ergebnisse. Durch die Sozialkontrolle und die Vernetzung mit den Ordnungsbehörden erwartet sie weniger Müll und Vandalismus. „Die schonende Benutzung der Grünanlagen kann so gestärkt werden“, sagt sie.

Die Testphase läuft bis Ende des Jahres. Ein vom Senat beauftragtes Landschaftsarchitektenbüro wird sie begleitend dokumentieren und auswerten. „Danach ist zu sehen, ob sich das Projekt gelohnt hat“, sagt Schellenberg. „Es wäre natürlich schön, wenn es nächstes Jahr weitergehen würde.“

Das Geld für die Maßnahme stammt aus dem Nachtragshaushalt 2019 des Senats. Es wurde vor dem Hintergrund der steigenden Beanspruchung öffentlicher Grün- und Parkanlagen durch die unterschiedlichsten Nutzungen zur Verfügung gestellt.

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