Biesenhorster Sand ist geschützt
Das Naturschutzgebiet darf aber weiter betreten werden

Im Biesenhorster Sand sorgen auch Schafe für die naturnahe Landschaftspflege.
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Im Bezirk ist man erfreut, dass der Biesenhorster Sand jetzt zum Naturschutzgebiet erklärt worden ist.

„Viele mögen es, im Biesenhorster Sand ihre Freizeit zu verbringen“, weiß Umwelt- und Naturschutzstadtrat Martin Schaefer (CDU) aus eigener Erfahrung. „Es gibt aber auch Befürchtungen mancher Bürger, dass es jetzt zu Einschränkungen kommen kann“, sagt der Stadtrat. Conrad Masius, der Leiter des Amts für Umwelt und Naturschutz kann diese Befürchtungen aber zerstreuen. „Für Besucher wird sich nichts ändern. Nur was dort bisher verboten war, bleibt verboten und natürlich kann dieses Gebiet auch weiterhin betreten werden.“

Allerdings verändert sich die Zuständigkeit. War bisher der Bezirk für die Pflege verantwortlich, so ist es jetzt die Obere Naturschutzbehörde, die bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz angesiedelt ist. Eigentümer der Fläche ist weiterhin das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt. Deshalb müsse es künftig regelmäßige Treffen zwischen den Behörden zwecks Abstimmung geben. Das ist schon allein deswegen nötig, weil der Senat auch in der Pflicht ist, einen Pflege- und Entwicklungsplan für das neue Naturschutzgebiet zu erstellen. Weil das aber Zeit in Anspruch nehmen wird, wird sich so schnell auch nichts ändern.

Dass der Biesenhorster Sand nach jahrelangen Bemühungen nun zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, begrüßt auch der Verein Naturschutz Berlin-Malchow. Doreen Hantuschke, Projektleiterin des vom Verein betriebenen Lichtenberger Umweltbüros, berichtet, dass es dort Trockenrasengesellschaften gibt, die nur noch selten vorkommen und auf denen es besondere, äußerst schützenswerte Arten gibt. Um diese Trockenrasengesellschaften zu schützen, sei auch Pflege nötig, sagt Biologin Beate Kitzmann, Geschäftsführerin des Vereins Naturschutz Berlin-Malchow. Es müsse zum Beispiel verhindert werden, dass Büsche zu sehr in die Trockenrasen hineinwachsen.

Um die Pflege im Biesenhorster Sand kümmert sich bereits der Nabu Berlin bei Arbeitseinsätzen. An denen nehmen meist über 50 Menschen teil. Außerdem sind für die naturnahe Pflege etwa Schafe und Ziehen im Einsatz. Über einen Landschaftspflegevertrag ist deren Einsatz erst kürzlich bis 2026 gesichert worden.

Wer den Biesenhorster Sand entdecken möchte, kann dies übrigens anhand der Lichtenberger Wanderkarte Nummer 9 tun. Die darauf vorgeschlagene Tour startet am S-Bahnhof Karlshorst durch den Grünzug. Sie kann von https://bwurl.de/16tg heruntergeladen werden.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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