Mehr Transparenz der Ergebnisse
Wissen, was man isst

Die meisten Gaststätten und Lebensmittelbetriebe scheinen anständig zu arbeiten. Aber es gibt auch schwarze Schafe.

2017 wurden bei rund 20 Prozent der kontrollierten Unternehmen in Berlin Mängel festgestellt. Welche das sind, erfahren die Kunden in der Regel nicht. Ich finde, das muss sich ändern. Es hat schon einige Versuche gegeben, vorbildliches oder mangelhaftes Hygieneverhalten kenntlich zu machen. Etwa in Form von Smileys. Oder aktuell durch die Website "Topf-secret" der Organisation "Foodwatch". All diesen Vorstößen sind bisher Grenzen gesetzt.

Zwar hat sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag darauf verständigt, "eine übersichtliche und eindeutige Verbraucherinformation zu Hygiene und Lebensmittelsicherheit" zu gewährleisten. Leider aber nur auf freiwilliger Basis. Das ist meiner Meinung nach zu wenig. Es muss verbindlich und sichtbar über die Qualität aufgeklärt werden.

Einwände, dass etwa ein Gastwirt nach negativer Bewertung mit weniger Kundschaft zu rechnen habe, sind durchaus berechtigt. Doch wer Umsatzeinbußen vermeiden will, muss beim Thema Hygiene eben immer ganz penibel sein.

Um das zu erreichen, braucht es allerdings einheitliche und nachvollziehbare Standards. Daran scheint es in Berlin zu hapern. Die Anzahl und die Häufigkeit der Kontrollen ist in den Bezirken sehr unterschiedlich. 2017 wurden in Pankow 221 Betriebe wegen Mängeln geschlossen. In Friedrichshain-Kreuzberg als zweitplatziertem Bezirk waren es nur 23.

Sollen Hygienekontrollen grundsätzlich öffentlich gemacht werden?
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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