Alltag auf dem Bio-Bauernhof
Exkursionen auf Bio-Höfe für Schulklassen starten im Mai

Wie ökologische und solidarische Landwirtschaft funktioniert, erfahren Schüler in einem Pilotprojekt.
  • Wie ökologische und solidarische Landwirtschaft funktioniert, erfahren Schüler in einem Pilotprojekt.
  • Foto: FÖL e.V. Peter Schmidt
  • hochgeladen von Karla Rabe

Die Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (SBNE) startet ab Mai 2021 ein neues Pilotprojekt. Grund- und Oberschulklasse erhalten die Möglichkeit, im Rahmen einer kostenfreien Exkursion Biobauernhöfe kennenzulernen und mit Bioproduzenten ins Gespräch zu kommen.

Auf diese Weise sollen die Stadtkinder an die Themen Ökolandbau, Artenvielfalt und nachhaltige Ernährung herangeführt werden. Koordiniert und durchgeführt werden die Exkursionen vom Team der Fördergemeinschaft ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V.

Sechs Schulklassen aus dem Bezirk können das Angebot noch in diesem Schuljahr nutzen. Auf ausgewählten Biohöfen können sie den Arbeits- und Lebensalltag von Bioproduzenten in Berlin und Brandenburg kennenlernen. Das Angebot wird von der SBNE gefördert. Für die teilnehmenden Schulklassen fallen außer den Fahrtkosten keine weiteren Kosten an.

Wie funktioniert solidarische Landwirtschaft?

Derzeit gibt es zwei verschiedene Angebote. Der Frage „Wie funktioniert ökologische und solidarische Landwirtschaft?“ können Grundschulklassen im Betrieb SpeiseGut nachgehen. Hier erfahren die Grundschüler, wie Bio-Gemüse professionell angebaut wird, wie viele verschiedene Gurken und Tomaten es gibt uns was alles in der Berlin-Brandenburger Region wächst. Bio-Bauer Christian stellt den Schülern seinen Betrieb samt dem Konzept der solidarischen Landwirtschaft vor. Es wird gemeinsam gegärtnert, angepackt und zum Mittagessen ein frisches, saisonales und regionales Menü zubereitet. Der Hof ist vom Bahnhof Zoo rund 25 Kilometer entfernt.

Zu Besuch beim Bio-Imker

Schüler weiterführender Schulen haben die Möglichkeit, den Bio-Imker Fabian Lahres kennenzulernen und ihm bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Zum Thema „Vom Nektar zum Bio-Bienenhonig“ erhalten die Schüler Einblicke in ein wuselndes Schaubienenvolk, in die Arbeit des Imkers und in die Produktion von Bio-Honig. Dabei wird der Kreislauf von der Blüte bis ins Honigglas anschaulich dargestellt und auf die Besonderheiten bei der biologischen Bienenhaltung eingegangen. Am Ende darf natürlich regionaler Bio-Honig probiert werden. Zum Bio-Imker kommen die Klassen mit dem Reisebus. Die Anreise vom Bahnhof Zoo aus dauert zirka 70 Minuten.

Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Bündnis 90/Grüne) freut sich über das Angebot für die bezirklichen Schulen.„Die Umsteuerung unserer Landwirtschaft ist eine der entscheidenden Maßnahmen zur Erreichung der Pariser Klimaziele. Sowohl in der Nahrungsmittelproduktion, wie auch durch die vielfach unnötig weiten Transportwege entsteht viel CO₂“, sagt er. Mit dem Besuch der Bio-Bauernhöfe könnten die Schüler direkt erleben, dass es auch anders gehe. Gesündere und klimaschonenderer Ernährung sei möglich, wenn das Bewusstsein dafür geschaffen und die notwendigen Kenntnisse vermittelt würden. „Dies geht nur über konkrete Anschauung. Dazu soll unser Angebot beitragen.“

Weitere Informationen unter https://bwurl.de/16dt. Anmeldungen für Schulklassen bei Lidia Perico (SBNE) unter der Rufnummer 902 91 20 14 oder per E-Mail an bne@charlottenburg-wilmersdorf.de.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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