Festnahmen nach versuchtem Trickdiebstahl
Die Polizei warnt vor falschen Polizeibeamten

Umfangreiche Ermittlungen der Ermittlungsgruppe "Hermelin" beim Landeskriminalamt Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin führten in der Nacht zum 15. Juli zur Festnahme einer im Phänomenbereich „falscher Polizeibeamter“ tätigen Abholerin in Charlottenburg.

Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt eine 69-Jährige am 14. Juli gegen 23.30 Uhr in ihrer Wohnung in Charlottenburg einen Anruf von einem angeblichen Polizisten. Dieser soll der Frau erklärt haben, dass ihr Schmuck und ihr Geld in das Visier von Einbrechern gelangt wären und sie die Wertgegenstände der Polizei übergeben solle, um sie in Sicherheit zu bringen. Er würde eine Kollegin als Abholerin schicken. Daraufhin deponierte die Angerufene einen Beutel mit ihren Wertgegenständen an der Hauseingangstür.

Zwei Frauen festgenommen

Gegen 0.15 Uhr erschien dann die Abholerin und nahm den Beutel an sich. Der Polizei gelang die vorläufige Festnahme der sich in einem Taxi entfernenden Abholerin. Aus der Wohnung der 28-jährigen Festgenommenen in Wilhelmsruh versuchte deren Freundin, Gelder aus mutmaßlich anderen Taten beiseite zu schaffen. Die beiden Frauen wurden in ein Polizeigewahrsam gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und dem Fachkommissariat für die Bekämpfung von Trickdiebstahl und -betrug beim Landeskriminalamt Berlin übergeben. Während die 28-Jährige am 17. Juli einem Haftrichter zur Prüfung des Erlasses eines Haftbefehls wegen mehrerer gleichartiger Taten vorgeführt wird, wurde die Freundin entlassen.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei:

Echte Polizisten kommen nie zu Ihnen nach Hause, um Geld- oder Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen oder nach den Verstecken zu fragen und sich diese zeigen zu lassen. Polizeikräfte verlangen auch nicht in Telefonaten, Wertgegenstände von der Polizei in Sicherheit bringen zu lassen.

Die Fachdienststelle im Landeskriminalamt rät:

• Bewahren Sie keine Wertgegenstände oder größeren Geldbeträge zu Hause auf!
• Lassen Sie nie fremde Personen in Ihre Wohnung!
• Seien Sie bei Anrufen von angeblichen Polizisten misstrauisch!
• Ziehen Sie bei Bedarf Personen Ihres Vertrauens (zum Beispiel Nachbarn, Hausmeister) hinzu!
• Lassen Sie sich von Polizisten die Ausweise zeigen! Wie diese aussehen, sehen Sie auch auf der Internetseite unter folgendem Link: https://www.berlin.de/polizei/verschiedenes/artikel.89925.php!
• Rufen Sie im Zweifel sofort den Polizeinotruf 110 an! Wenn Sie von möglichen falschen Polizeibeamten angerufen werden, beenden Sie das Telefonat und rufen Sie 110 an.

Die Ansprechpartner für Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes sind für weitere Fragen telefonisch unter der Rufnummer 46 64-97 92 22 erreichbar. Einmal monatlich werden am Columbiadamm 4 in Tempelhof (U-Bahnhof Platz der Luftbrücke) Informationsveranstaltungen durchgeführt, die mit vorheriger Anmeldung besucht werden können.

Hinweise, wie Sie sich vor falschen Polizeibeamten schützen können, finden Sie im Internet unter dem Link https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei/.

Autor:

Manuela Frey aus Charlottenburg

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