"Bock auf Gras"
Werbung für Tour nach Steglitz-Zehlendorf

Die Krumme Lanke ist ein Ziel im Südwesten. Burkard Kieker, Cerstin Richter-Kotowski, Andy Hehmke und Michael Pawlik bei der Präsentation der Kampagne im U-Bahnhof Warschauer Straße.
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  • Die Krumme Lanke ist ein Ziel im Südwesten. Burkard Kieker, Cerstin Richter-Kotowski, Andy Hehmke und Michael Pawlik bei der Präsentation der Kampagne im U-Bahnhof Warschauer Straße.
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In Friedrichshain-Kreuzberg halten sich bekanntermaßen sehr viele Touristen auf, sagte Cerstin Richter-Kotowski. Zumindest einen Teil davon will die Bürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf (CDU) in ihren Bezirk locken.

Und zwar mit Hilfe einer Plakatkampagne, die ab 1. März drei Monate in den Zügen der U-Bahnlinien 1 bis 4 zu sehen ist. Es gibt vier Motive, mit jeweils einem Mottotier und einem zweideutigen Spruch. Die Titel lauten "Bock auf Gras?", "Gans schön blau", „Alter Falter“ und "Schaf auf 'nen Trip".

Überschriften, die erst einmal gut zu Friedrichshain-Kreuzberg passen. Aber auch, dann in etwas anderer Bedeutung, zu Steglitz-Zehlendorf. Mit dem Gras sind die vielen Parks und Grünanlagen gemeint. Das Blau bezieht sich auf die Seenlandschaft. Das und noch mehr ist zu erreichen in einer guten halben Stunde mit der U3. "Auch mit dem Fahrrad", lockte Cerstin Richter-Kotowski bei der Präsentation am 27. Februar im Bahnhof Warschauer Straße und strich dabei besonders die aktuell drei Radrouten heraus.

Die Kampagne entstand als gemeinsame Initiative der beiden Bezirke und wurde von der Kreuzberger Agentur "Heldisch" umgesetzt. Sie kostete insgesamt 55 000 Euro. Das Geld kam aus dem Topf für besondere touristische Projekte der Senatsverwaltung für Wirtschaft.

Der eine hat zu viele, der andere zu wenig Gäste

Ausgangspunkt war das unterschiedlich hohe Besucheraufkommen. Friedrichshain-Kreuzberg ist ein Touristenhotspot, dessen Ausmaße schon lange zu deutlichen Abwehrreaktionen bei der Bevölkerung führen. Steglitz-Zehlendorf hätte wiederum nichts gegen etwas mehr Gäste. Angebote in Sachen Natur oder auch Kultur seien noch nicht überall bekannt. Warum deshalb nicht witzig dafür werben und mögliche Interessenten dort abholen, wo sie sich geballt aufhalten – in Friedrichshain-Kreuzberg? Was auch dessen Wirtschaftsstadtrat Andy Hehmke (SPD) als eine Win-win-Situation ansieht. Neue Wege und Routen können eine Entlastung für die hoch frequentierten Innenstadtkieze bedeuten, unterstrich er. Ebenso wie sie die Einheimischen an weitere Naherholungsmöglichkeiten in der Stadt erinnern.

Auch Berliner sollen neues Terrain erkunden

Dass sich die Kampagne nicht zuletzt an Berlinerinnen und Berliner richtet, stellte auch Burkhard Kieker heraus. Analysen hätten gezeigt, dass manche Besuchermagnete in Friedrichshain-Kreuzberg, etwa die Admiralbrücke, vor allem von Menschen aus verschiedenen Bezirken oder den umliegenden Quartieren aufgesucht werden, sagte der Geschäftsführer der Tourismuswerber von visitBerlin. Gerade das werde mit einem Augenzwinkern aufgegriffen, um sie, ebenso wie auswärtige Gäste, zu inspirieren, mal unbekanntes Terrain zu entdecken.

VisitBerlin ist bei der Plakataktion mit im Boot, weil dort bereits seit einiger Zeit versucht wird, die Besucherströme gleichmäßiger auf die Stadt zu verteilen. So wurde es festgeschrieben vor gut zwei Jahren mit dem Tourismuskonzept 2018plus, das auch die Leitlinie für bezirkliche und, wie in diesem Fall, überbezirkliche Aktivitäten ist.

Dass die Kampagne gerade jetzt gestartet sei, wäre ebenfalls kein Zufall, erklärt Michael Pawlik, Leiter der Wirtschaftsförderung Steglitz-Zehlendorf. Schließlich steht der Frühling vor Tür – genau die richtige Zeit für eine Tour in den Südwesten.

Wer auch abseits der Plakate mehr über den Südwesten, speziell seine Radrouten, erfahren möchte, findet Informationen dazu auf der Website www.tourismus-suedwest.berlin.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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