Teure Mieten
Wohnungsmarktreport für 2018 belegt Steigerung trotz Bauboom in Lichtenberg

Idylle und Wasser, das kostet: Mit am teuersten sind die Mieten in Lichtenberg an der Rummelsburger Bucht.
  • Idylle und Wasser, das kostet: Mit am teuersten sind die Mieten in Lichtenberg an der Rummelsburger Bucht.
  • Foto: Karolina Wrobel
  • hochgeladen von Josephine Macfoy

Berlin baut und baut – in Lichtenberg wächst ein Wohnhaus nach dem anderen aus der Erde. Trotzdem steigen die Mietpreise. Das belegt der aktuelle Wohnungsmarktbericht für 2018, vorgelegt von der Investitionsbank Berlin (IBB).

In Berlins City können sich Normalverdiener oft keine Wohnung mehr leisten. Wer in Prenzlauer Berg oder Charlottenburg leben möchte, muss tief in die Tasche greifen. Doch selbst in den früher eher unbeliebten östlichen Bezirken haben die Preise für Bauland ebenso drastisch angezogen wie die Mieten. Das geht aus dem neuesten Wohnungsmarktreport der IBB hervor. Innerhalb von zwei Jahren sind die Mietpreise in Lichtenberg um elf Prozent gestiegen. Damit liegt der Bezirk zwar etwas unter dem Berliner Schnitt mit einer Steigerung von 12,8 Prozent. Die Lichtenberger Durchschnittsmiete von 9,53 Euro pro Quadratmeter verdient aber auch nicht das Prädikat günstig.

Zum Vergleich: In der Innenstadt listet der Bericht Mittelwerte von zwölf Euro auf. Stadtweit gilt, dass trotz gestiegener Neubauzahlen Wohnungen fehlen. Grund ist der anhaltende Zuzug. Jährlich wächst Berlin um etwa 40 000 Menschen, Lichtenberg zählt mit jeweils circa 2000 neuen Bewohnern zu den Bezirken mit dem stärksten Zustrom. Ende 2017 lebten rund 286 000 Menschen in Lichtenberg. Das waren rund 14 Prozent mehr als 2008.

Nah am In-Bezirk Friedrichshain

Die zentrale Lage, die Anbindung an den Friedrichshainer Szenekiez, Quartiere mit guten Strukturen und der Neubau – all dies habe die Wahrnehmung des Bezirks in der Öffentlichkeit gewandelt, konstatiert der Wohnungsmarktreport. So werde Lichtenberg nun als attraktiver Wohnort angesehen, was sich auch auf die Mieten niederschlage. Wenig überraschend: Am preiswertesten wohnt es sich in den Großsiedlungen von Neu-Hohenschönhausen oder Wartenberg, wo die Mieten noch unter acht Euro liegen. In Karlshorst und Alt-Hohenschönhausen sind zwischen zehn und elf Euro zu zahlen. Zwölf Euro und mehr lassen sich Mieter in der Rummelsburger Bucht den Quadratmeter kosten.

Interessant: Der Anteil der Mietwohnungen am gesamten Wohnungsbestand ist mit fast 96 Prozent der höchste der Stadt, die durchschnittliche Fläche einer Wohnung mit 65,7 Quadratmeter hingegen die geringste. Mehr unter ist unter https://bwurl.de/149h zu erfahren.

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