Parkmanager im Parkmodus
Bezirk könnte längst loslegen, wartet aber auf Anweisungen vom Senat

Mitte hat den Park am Nordbahnhof für das Parkmanager-Projekt vorgeschlagen.
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  • Mitte hat den Park am Nordbahnhof für das Parkmanager-Projekt vorgeschlagen.
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Die gewünschten Parks hat der Bezirk gemeldet, in denen zukünftig sogenannte Parkmanager oder Parkhüter für Ordnung sorgen sollen. Ansonsten ist nichts passiert.

Sie sollen eine Mittlerfunktion zwischen dem Park und seinen Nutzern haben – so beschreibt die Senatsumweltverwaltung das Pilotprojekt für die Parkmanager. Insgesamt sechs Millionen Euro hat Rot-Rot-Grün im Nachtragshaushalt locker gemacht. Zwei Millionen sind für sogenannte Stadtnatur-Ranger, die nicht ortsbezogen arbeiten, wie Jan Thomsen, Sprecher von Umweltsenatorin Regine Günther, sagt. Die anderen vier Millionen Euro bekommen die Bezirke, damit sie ihre Parkmanager, die sich um ganz bestimmte Grünflächen kümmern sollen, bezahlen können. Rund 300 000 Euro kann jeder Bezirk ausgeben.

Mitte hat bei der Senatsverwaltung den Monbijoupark und James-Simon-Park, den Volkspark am Weinbergsweg, den Volkspark Rehberge, den Park am Nordbahnhof, den Großen Tiergarten, den Kleinen Tiergarten und den Schillerpark gemeldet. Doch Parkmanager gibt es bis heute keine. „Da von der Senatsverwaltung noch keine Rückmeldung erfolgt ist, können auch noch keine konkreten Angaben zur Umsetzung gemacht werden“, so die zuständige Stadträtin Sabine Weißler (Grüne) in ihrer Antwort auf eine SPD-Anfrage zum Parkmanager-Projekt. „Das Aufgabenprofil, die konkrete Umsetzung und die Frage des Beschäftigungsverhältnisses sind dort noch in Klärung“, schreibt Weißler. Die Senatsverwaltung sehe eine externe Beauftragung vor.

Bezirke können einfach loslegen

Günthers Sprecher Jan Thomsen hingegen sagt, dass der Bezirk „auf gar nichts warten muss, sondern einfach loslegen kann“. Für das Pilotprojekt sei „mit voller Absicht eine offene Konzeption gewählt worden, in der der Aufgabenbereich eines Parkmanagers lediglich skizziert ist, damit die Bezirke für ihre jeweils eigenen Bedürfnisse eigene Stellenbeschreibungen wählen“, so Thomsen. Wie die Bezirke das machen, sei deren Sache. Sie bekämen das Geld und sollten einfach anfangen. Es sei ihnen völlig überlassen, ob sie Parkmanager einstellen oder zum Beispiel „mit Trägern von Straßensozialarbeit zusammenarbeiten und ihnen Stellen finanzieren“, sagt Thomsen.

Die Senatsverwaltung hat ein externes Büro beauftragt, dass sich die einzelnen Bezirksansätze ansieht, dokumentiert, auswertet und Arbeitssymposien etwa zur Profilbildung der Parkmanager anbietet. Am Ende der Pilotphase gibt das Planungsbüro eine Empfehlung, welches Bezirkskonzept das Beste ist. In Mitte gibt es aber weder konkrete Ideen noch exakte Konzepte. Die Parkmanager, die zukünftig bekannte Ansprechpartner in „ihrem“ Park für die Leute sein sollen, befinden sich noch im Park- beziehungsweise Wartemodus.

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