Tierisch was los
Die 11. Folge der Videoserie "Wildes Berlin" ist online

Der Neptunbrunnen überrascht als tierischer Hotspot. Wer hätte das gedacht? So viel Natur, so viel Vielfalt wartet hier zu jeder Tages- und Jahreszeit darauf, entdeckt zu werden – und das mitten in der Stadt!
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  • Der Neptunbrunnen überrascht als tierischer Hotspot. Wer hätte das gedacht? So viel Natur, so viel Vielfalt wartet hier zu jeder Tages- und Jahreszeit darauf, entdeckt zu werden – und das mitten in der Stadt!
  • Foto: Stiftung Naturschutz Berlin
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Berlin liegt am Meer – das könnte man zumindest meinen, wenn man unweit des trubeligen Alexanderplatzes am Neptunbrunnen steht und dort für einen kurzen Moment die Augen schließt. Die Rufe von Großmöwen, die man eigentlich nur an der Küste vermuten würde, schallen über den Platz und sorgen für Hafenfeeling.

Ihr Revier teilen sich diese Neuberliner mit anderen Tieren, die den Stadtraum für sich entdeckt haben. Auf den ersten Blick findet sich in der Stadtmitte viel Stein, viel Beton und wenig Grün. Nimmt man sich jedoch die Zeit und sieht und hört etwas genauer hin, lässt sich plötzlich ganz viel tierisches Leben entdecken. „Ich lade Sie ein auf einen kleinen Spaziergang um den Neptunbrunnen herum. Sie werden staunen, was hier so passiert“, verspricht der Wildtierexperte Derk Ehlert in der 11. Folge der Videoserie „Wildes Berlin: Unterwegs mit Derk Ehlert“.

Wanderfalken am Roten Rathaus

Direkt am Roten Rathaus wartet eine weitere tierische Rarität. Hier leben Wanderfalken. Direkt neben der Turmuhr brütet jedes Jahr ein Pärchen. Die beiden haben einen gesunden Appetit und sind bei ihren Beutezügen gut mit dem bloßen Auge zu beobachten. Sie haben sich an die spezielle Situation in der Stadt perfekt angepasst und zu Nachtjägern entwickelt. Durch den angestrahlten Fernsehturm werden auch nach Sonnenuntergang Vögel vom Licht angezogen – das wissen die Wanderfalken und haben leichte Beute.

Üppiger Imbiss für Stare und Feldsperlinge

Das üppige Nahrungsangebot am Alexanderplatz lockt auch größere Gruppen von Haus- und Feldsperlingen an den Neptunbrunnen, wo sie im Gemäuer der Marienkirche nisten. Auch den Staren gefällt der üppige Imbiss am Alex so gut, dass sie mittlerweile ganzjährig hierbleiben und nicht mehr zum Überwintern in den Süden fliegen. Am Boden hat sich ein Fuchs hinter einem Bauzaun häuslich eingerichtet. Von hier aus macht er sich auf nächtliche Streifzüge durch die Stadtmitte.

Ein Hoch auf die Taube

Vor ihnen geht Derk Ehlert auf die Knie: „Ja, Sie sehen richtig, ich gehe vor Tauben auf die Knie. Wunderschöne Tiere, denen wir viel zu wenig Beachtung schenken.“ Dabei währt das Bündnis zwischen Mensch und Taube bereits seit 7000 Jahren. „Als es noch keine E-Mails gab, war der Postweg per Taube die schnellste Möglichkeit, um Informationen von A nach B zu bringen. Tauben haben zudem einen ausgeprägten Familiensinn“, bekräftigt Ehlert seine Liebe zur Stadttaube. Der Neptunbrunnen überrascht als tierischer Hotspot. Wer hätte das gedacht? So viel Natur, so viel Vielfalt wartet hier zu jeder Tages- und Jahreszeit darauf, entdeckt zu werden – und das mitten in der Stadt!

Die Videoreihe „Wildes Berlin: Unterwegs mit Derk Ehlert“ ist eine Produktion der Stiftung Naturschutz Berlin und zeigt uns die grünen Hotspots Berlins. Auf der Seite des Umweltkalenders Berlin unter www.umweltkalender-berlin.de erscheint jeden Monat eine neue Folge.

Autor:

Manuela Frey aus Charlottenburg

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