Integration großgeschrieben: Der Verein Mosaik bildet behinderte Menschen aus

Stefanie Luber bereitet in der Kalten Küche einen Salat vor. | Foto: Kahle
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Berlin. Es waren amerikanische und deutsche Hausfrauen, die sich vor 50 Jahren ehrenamtlich um die Integration behinderter Menschen bemühten. Ihr Engagement führte damals zur Gründung des Vereins Mosaik, der auch Träger des gleichnamigen Unternehmensverbunds ist.

Hauptsitz und Geschäftsstelle des Mosaik Unternehmensverbunds sowie der Mosaik-Services Integrationsgesellschaft mbH befinden sich in der Ifflandstraße 12 in Mitte. In geschützten Werkstattbereichen können sich behinderte Menschen beruflich orientieren und erste Erfahrungen für den Arbeitsmarkt sammeln.

Bei entsprechender Eignung haben sie die Gelegenheit, sich in den Integrationsunternehmen des Verbundes weiter zu qualifizieren und einen IHK-Abschluss zu erwerben. Zum Angebot zählen unter anderem ein Malerbetrieb, eine Gebäudereinigung und als größter Arbeits- und Ausbildungsbereich die Gastronomie.

Hier arbeitet beispielsweise Stefanie Luber (30). "Ich bin seit einem Dreivierteljahr im Berufsbildungsbereich in der Kalten Küche. Es macht mir viel Spaß, kalte Speisen wie Salate zuzubereiten. Darüber hinaus zählen auch Essenausgabe, Bestecke polieren oder Menagen auffüllen zu meinen Arbeiten", berichtet sie stolz. "Stefanie ist noch etwas schüchtern, es fehlt ihr das nötige Selbstbewusstsein", urteilt Michael Mähner, Gruppenleiter im Berufsbildungsbereich Küche. Er attestiert ihr jedoch Chancen, zukünftig vielleicht auch die reguläre Ausbildung zur Beiköchin mit IHK-Abschluss erfolgreich zu absolvieren.

Fleißig bringt sich seit sieben Jahren Ralf Meinke (51) ein. Er kümmert sich um die Reinigung sowie um die Ausgabe der großen Thermosgefäße für alle 17 Ausgabestellen, die von der Großküche in der Ifflandstraße beliefert werden. "Ich war zuvor im Garten-Landschaftsbau. Das habe ich körperlich nicht mehr verkraftet", sagt er. "Die Arbeit in der Küche ist abwechslungsreich. Doch für eine weitere Qualifizierung fühle ich mich inzwischen zu alt", räumt er ein.

149 Mitarbeiter mit Behinderungen haben in den zurückliegenden 25 Jahren eine Ausbildung bei der Mosaik-Services Integrationsgesellschaft gemacht. 51 von ihnen konnte der Übergang von geschützten Arbeitsbereichen in eine tariflich bezahlte Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ermöglicht werden, die meisten davon, nämlich 28, im Bereich Gastronomie.

Über 2000 behinderte und nicht behinderte Mitarbeiter hat der Mosaik Unternehmensverbund. Für junge Menschen mit und ohne Behinderung gilt er als anerkanntes Ausbildungsunternehmen. Darüber hinaus bietet Mosaik mehrere betreute Wohnformen an.

Weitere Informationen gibt es auf www.mosaik-berlin.de.
Michael Kahle / m.k
Autor:

Michael Kahle aus Mitte

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