48 Stunden Neukölln
In Erfahrungswelten eintauchen – Neuköllner Jugendliche erarbeiteten mit Designern Installation

Wie empfinden Jugendliche aus Neukölln ihr Umfeld? Die Ausstellung „Transformation IX“ zeigt individuelle Perspektiven auf dem Campus Rütli.
  • Wie empfinden Jugendliche aus Neukölln ihr Umfeld? Die Ausstellung „Transformation IX“ zeigt individuelle Perspektiven auf dem Campus Rütli.
  • Foto: Pädagogische Werkstatt, 2019
  • hochgeladen von Corina Niebuhr

Njomza entschied sich im Design-Workshop für einen Wischlappen, ein Graffiti-Bild und Feuerzeuge, denn für sie ist Neukölln bunt und dreckig zugleich. "Das Feuerzeug steht für mich für das Feuer in Neukölln, denn es ist für mich der Mittelpunkt Berlins", sagt sie. Gemeinsam mit 14 anderen Jugendlichen aus dem Kiez hat Njomza die neue Ausstellung "Transformation IX" gestaltet.

Mit der Temporären Galerie organisiert die Pädagogische Werkstatt seit 2013 Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen aus den Bildungseinrichtungen der Nachbarschaft und zeitgenössischen Künstlern. Unter dem Schlagwort „Transformation“ finden Kreativworkshops statt, die in einer Ausstellung pro Jahr münden. Hier werden dann die Früchte dieser Zusammenarbeit gezeigt. Ab Donnerstag, 6. Juni, ist es wieder soweit. Dann öffnet um 18 Uhr die „Transformation IX“.  

Was macht den Bezirk für mich aus?

Ort ist das Foyer der Quartiershalle auf dem Campus Rütli – CR² in der Rütlistraße 35. Die neunte „Transformation“ ist eine Kollaboration zwischen 15 Jugendlichen einer 12. Klassenstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli und den Kommunikationsdesignern Lisa Baumgarten und Paul Steinmann, begleitet durch den Kunstlehrer Frank Janssen.

Die Jugendlichen Amne, Ayatullah, Eljesa, Eren, Fatma, Feran, Florian, Ghufran, Görkem, Ipek, Mahdi, Malak, Mert, Njomza und Salah setzten sich seit Januar mit den gedanklichen und visuellen Werkzeugen des Kommunikationsdesigns auseinander. Sie generierten dabei mit Fokus auf ihre eigene Erfahrungswelt Berührungspunkte mit ihrem Umfeld: Wer sind wir und was macht uns aus? Von welchen Dingen sind wir umgeben? Wie sehen wir unsere Schule und was bedeutet das Leben in Neukölln für uns?

Begehbare Empfindungen

Entstanden ist ein begehbares Archiv mit individuellen Perspektiven, das als raumgreifende Installation nun bis zum 16. Juni in der Temporären Galerie auf dem Campus Rütli zu sehen sein wird. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr. Während des Festivals „48 Stunden Neukölln“ am 15. und 16. Juni können Besucher ausnahmsweise auch am Samstag und Sonntag vorbeikommen, ebenfalls zwischen 10 und 17 Uhr.

Auskünfte zur Ausstellung und zum Projekt gibt es per E-Mail an mailto:info@paedagogische-werkstatt.com oder unter www.paedagogische-werkstatt.com.

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