Neue Gehwege und Entsiegelung
Die Oderstraße wird umgestaltet

Stadtrat Jochen Biedermann und Jennifer Ruthe vom Straßen- und Grünflächenamt beim ersten Spatenstich an der Ecke Oder- und Leinestraße. | Foto:  Schilp
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  • Stadtrat Jochen Biedermann und Jennifer Ruthe vom Straßen- und Grünflächenamt beim ersten Spatenstich an der Ecke Oder- und Leinestraße.
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Die Oderstraße wird zwischen Anita-Berber-Park und Herrfurthstraße umgebaut. Davon sollen Radfahrer profitieren, aber auch Fußgänger – und nicht zuletzt die Bäume. Am 18. Oktober erfolgte der erste Spatenstich.

In der Mitte der Straße ist das Kopfsteinpflaster schon seit geraumer Zeit verschwunden, die Fahrzeuge können auf einer schmalen Asphaltschicht rollen. Das Ganze ist jedoch nur ein Provisorium. Sind alle Arbeiten abgeschlossen, dann wird die glatte Fahrbahn doppelt so breit sein. Dann gilt: Die Radler haben Vorfahrt, die Autos müssen sich nach ihnen richten. Bis es jedoch so weit ist, wird es noch mindestens dreieinhalb Jahre dauern. Denn weil die Berliner Wasserbetriebe 2025 unter der Oderstraße die Haupttrinkwasserleitung erneuern wollen, kann die Sanierung dort erst nach der Buddelei losgehen. Aber bis dahin will das Bezirksamt nicht untätig bleiben. Deshalb sind jetzt die Arbeiten an den Rändern losgegangen.

Der alte Radweg ist nicht mehr befahrbar und wird Teil des Grünstreifens. | Foto: Schilp
  • Der alte Radweg ist nicht mehr befahrbar und wird Teil des Grünstreifens.
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Auf der Seite des Tempelhofer Felds wird der alte Radweg entsiegelt, der im Laufe der Zeit zu einer Buckelpiste verkommen und nicht mehr nutzbar ist. Er verwandelt sich in einen Grünstreifen. Davon profitieren die Straßenbäume, die größere Scheiben bekommen. Zusätzlich werden zwölf neue in die Erde gebracht.

Mittelinseln geplant

Gleichzeitig geht es an die Sanierung des gegenüberliegenden Gehwegs. „Wir senken auch die Bordsteine an den Kreuzungen ab und sorgen zum Beispiel mit Fahrradbügeln dafür, dass dort keine Autos mehr illegal parken und die Sicht versperren können“, so Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Bündnis 90/Die Grünen). Außerdem sind Mittelinseln und Gehwegvorstrecken auf Höhe der Eingänge zum Tempelhofer Feld geplant, sodass Fußgänger die Straße besser und barrierefrei überqueren können. Um mehr Platz für die Fahrbahnen zu schaffen, gilt künftig auch auf dieser Seite: Autos werden nicht mehr quer, sondern längs geparkt.

Die Baustelle ist eingerichtet. Ganz links der ausgediente Radstreifen. | Foto: Schilp
  • Die Baustelle ist eingerichtet. Ganz links der ausgediente Radstreifen.
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Die Arbeiten werden Block für Block erledigt. Der Anfang wurde am 18. Oktober zwischen Anita-Berber-Park und Okerstraße gemacht. Im nächsten Jahr folgen nacheinander die drei weiteren Abschnitte: Oker- bis Allerstraße, Allerstraße bis Kienitzer Straße und Kienitzer bis Herrfurthstraße. Im jeweiligen Baublock wird der Gehweg vollständig gesperrt, die Passanten werden über einen Teil der Straße geleitet. Der Parkstreifen dient zur Lagerung von Material, die Stellplätze fallen in der Bauzeit weg. Läuft alles nach Plan, wird die erste Umbauphase Ende 2024 beendet.

Gut anderthalb Millionen Euro Kosten

Wann es mit der Fahrbahnsanierung weitergeht, hängt von den Wasserbetrieben ab. Einen verbindlichen Zeitpunkt könne er nicht nennen, so Biedermann. Es sei aber wahrscheinlich, dass das gesamte Vorhaben nicht vor 2027 abgeschlossen werden kann. Die Kosten liegen bei gut anderthalb Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Bundesfördertopf „Lebendige Zentren und Quartiere“.

Nähere Einzelheiten sind unter https://www.schillerpromenade.berlin/projekte/umgestaltung-oderstrasse/ nachzulesen. Die Bauleitung liegt bei der Firma StraBe. Sie ist unter Telefon 629 84 36 00 zu erreichen. Die Bauüberwachung hat das Büro Zech-Con übernommen (Telefon 44 02 27 10). Wer Fragen an das Bezirksamt hat, kann eine Nachricht an radverkehr@bezirksamt-neukoelln.de schicken.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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