Die Pankower Ausbildungsoffensive geht in ihr zehntes Jahren

Mit dem Ausbildungspreis zeichneten Bürgermeister Sören Benn (Die Linke/links) und Schulstadtrat Torsten Kühne (rechts) die Tischlerei von Falco Hecker (2. von rechts) aus.
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  • Mit dem Ausbildungspreis zeichneten Bürgermeister Sören Benn (Die Linke/links) und Schulstadtrat Torsten Kühne (rechts) die Tischlerei von Falco Hecker (2. von rechts) aus.
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Pankow. Unter dem Motto „Mit/ Arbeit/ 4.0 – Wer macht in Zukunft Arbeit“ fand vor wenigen Tagen der diesjährige Pankower Wirtschaftstag statt.

In diesem Jahr war es ein ganz Besonderer. In der Wabe trafen sich Unternehmer, Vertreter von Bildungseinrichtungen, Bezirkspolitiker und Mitarbeiter von Einrichtungen der Wirtschaftsförderung, um den zehnten Geburtstag der Ausbildungsoffensive Pankow zu feiern. Aber zuvor wurde darüber diskutiert, wie die Ausbildung zukünftig aussehen sollte. Und was künftige Auszubildende an Schlüsselkompetenzen mitbringen müssten.

Die Pankower Ausbildungsoffensive ist seit zehn Jahren ein Erfolgsmodell. In ihr kooperieren Bezirksamt, Jobcenter, die Agentur für Arbeit und die Schulaufsicht Pankow miteinander. Gemeinsam mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft werden Projekte umgesetzt und Veranstaltungen organisiert. Ein Höhepunkt ist zum Beispiel die Ausbildungsmesse im Frühjahr. Als die Ausbildungsoffensive an den Start ging, warben die Initiatoren noch bei den Unternehmen darum, jungen Leuten eine Ausbildung zu ermöglichen. Heute ist es umgedreht: Die Ausbildungsoffensive versucht für die Betriebe geeignete Jugendliche zu finden.

Aber wie wird in der Zukunft in Zeiten der Digitalisierung gearbeitet? Viele Arbeitsprozesse werden Roboter und Maschinen übernehmen. Ging es früher um Fertigkeiten, die erlernt werden mussten, wird es zukünftig mehr um die Organisation von Prozessen gehen. Mitarbeiter müssen in der Lage sein, die Arbeit zu strukturieren, flexibel auf Veränderungen zu reagieren und möglichst zielgerichtet und konfliktarm zu kommunizieren. Diese Schlüsselkompetenzen werden für das künftige Arbeiten zunehmend wichtiger. Darauf müssen Unternehmen schon heute ihre Auszubildenden vorbereiten.

Ein Höhepunkt zum Start in die neue Ausbildungsoffensive ist die Verleihung des Titels „Bester Ausbildungsbetrieb Pankow“. In diesem Jahr kann sich über diesen Preis die Bau- und Möbeltischlerei Falco Hecker in der Kategorie Betriebe bis 20 Mitarbeiter freuen. In dieser lernen derzeit vier Azubis. Die Jury lobte die familiäre Atmosphäre in diesem Betrieb. Vor allem wurde gewürdigt, dass die Azubis sehr abwechslungsreiche Arbeitsaufträge übertragen bekommen.

In der Kategorie bis 50 Mitarbeiter wurde die CCVossel GmbH ausgezeichnet. Geschäftsführer Carsten Cristian Vossel sei in seinem Unternehmen auf eine lockere Arbeitsatmosphäre mit flachen Hierarchien bedacht, so die Jury. Einrichtung und Technik des Unternehmens sind modern, und die Azubis lernen im Laufe der Ausbildung unterschiedliche Unternehmensstandorte kennen und werden so an Flexibilität gewöhnt.

Den Ausbildungspreis für Unternehmen über 50 Mitarbeiter vergab die Jury an die Gegenbauer Service GmbH. Die Jury war bei diesem Unternehmen vor allem vom gelebten Prinzip der Chancengleichheit und Vielfalt für alle Azubis und Mitarbeiter begeistert. Eine individuelle Betreuung der Azubis ist bei Gegenbauer Standard.

Zum Start der Ausbildungsoffensive 2017/18 wurde außerdem der neue Internetauftritt www.ausbildungsoffensive-pankow.de des Projektes mit Terminübersicht und Hinweisen für Schüler, Eltern und Betriebe präsentiert. BW

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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