Frisch Farbe - neue Struktur
Kurt-Tucholsky-Bibliothek öffnet wieder als kommunale Einrichtung ihre Türen

Neele und ihr Vater Kai Hübner gehören zu den ersten Besuchern in der frisch renovierten Kurt-Tucholsky-Bücherei.
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  • Neele und ihr Vater Kai Hübner gehören zu den ersten Besuchern in der frisch renovierten Kurt-Tucholsky-Bücherei.
  • Foto: Bernd Wähner
  • hochgeladen von Hendrik Stein

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten ist die Kurt-Tucholsky-Bibliothek jetzt als Familienbibliothek wieder eröffnet worden.

Die Wände sind frisch gemalert, die Regale geben den Räumen Struktur und Schilder in schöner Schreibschrift den Lesern Orientierung. Auch eine kleine Kochnische gibt es nun. „Wer sich mehrere Stunden in der Bibliothek aufhält, kann sich dort einen Tee oder einen Kaffee kochen und auch eine Mikrowelle nutzen“, so Bibliotheksleiterin Lia Maczey. Natürlich stehen in der Bücherei Computer zum Recherchieren zur Verfügung. Und ein großer Flachbildschirm kann zum Beispiel für Vorträge oder Präsentationen genutzt werden. „Wir werden uns zu einer Bibliothek der Dinge weiterentwickeln“, sagt Lia Maczey. Bis Mai werden unter anderem Beamer, Tablets für Kinder, eine Leinwand zum Ausleihen sowie Virtual-Reality-Brillen zum Ausprobieren angeschafft.

Im Zuge der Renovierungsarbeiten hat die Bibliothek auch ihren Bestand geprüft. Bücher, die nicht mehr in einem so einwandfreien Zustand waren oder kaum ausgeliehen wurden, sind gemeinnützigen Einrichtungen gestiftet worden. Mit ihrer Wiedereröffnung hat die Bibliothek nunmehr 17 000 Bücher, Zeitschriften, DVDs und CDs im Bestand. Und das als Familienbibliothek für alle Generationen. „Etwa ein Drittel unseres Bestandes ist für Erwachsene, zwei Drittel für Kinder“, so die Leiterin.

Die Bibliothek in der Esmarchstraße 18 ist erst seit einem Jahr wieder in kommunaler Hand. Ende 2007 wurde sie vom Bezirksamt wegen Personalmangel geschlossen. Weil sich Bürger damit nicht abfinden wollten, gründeten sie den Verein Pro Kiez Bötzowviertel. Dieser schloss mit dem Bezirksamt einen Nutzungsvertrag ab und betrieb die Bibliothek zehn Jahre lang ehrenamtlich. Vor einem Jahr konnte das Bezirksamt dann wieder Bibliothekarinnen einstellen und die Bücherei übernehmen.

In der renovierten Bibliothek organisieren vier festangestellte Mitarbeiterinnen den Ausleih- und Veranstaltungsbetrieb. Ehrenamtliche unterstützen auch heute noch dabei. In den Vormittagsstunden findet vor allem die Leseförderung für Kita-Kinder und Schüler statt. Regulär geöffnet ist montags bis freitags von 14 bis 18 sowie sonnabends von 11 bis 13 Uhr. Mit der Wiedereröffnung erhielt das gesamte Gebäude, das ursprünglich mal ein Lehrerwohnhaus war, einen neuen Namen. In diesem Haus haben auch der Verein Pro Kiez Bötzowviertel und der Förderverein der Homer-Grundschule ihren Sitz. Nach einem Namenswettbewerb entschied sich die Mehrheit der Nutzer für den Hausnamen „Kiez & Kurt“.

Weitere Informationen zur Bibliothek gibt es unter Tel. 902 95 39 63.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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