Preis vom Deutschen Kinderhilfswerk
Starke Mädchen machen Jungssachen – Ein Bau- und Rapprojekt

Auf der Bühne stehen kostet Mut. Genauso wie als Mädchen Dinge zu tun, die Jungs als ihr Gebiet begreifen.
  • Auf der Bühne stehen kostet Mut. Genauso wie als Mädchen Dinge zu tun, die Jungs als ihr Gebiet begreifen.
  • hochgeladen von Josephine Macfoy

Den Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes gewinnt diesmal das Projekt „A Woman’s Work“ aus Wedding. Mädchen, deren Eltern aus ganz unterschiedlichen Ländern kommen, haben sich dabei mit Dingen beschäftigt, die oft eher Jungs zugeschrieben werden: Rap und Bauen.

Vorurteile und Rollenbilder sollten die Teilnehmerinnen des interkulturellen Zentrums für Mädchen und junge Frauen MÄDEA bei „A Woman’s Work“ bewusst hinterfragen. Dabei kam unter anderem ein Musikvideo heraus, in dem es um weibliche Stärke geht, zu sehen auf https://bwurl.de/15bc. Das Studio, in dem der Song aufgenommen wurde, baute die Gruppe zusammen mit einer Tischlerin selbst.

Die Perspektiven diverser Frauen aus dem Kiez flossen in den Liedtext ein. Waren sie schon mal benachteiligt, weil sie weiblich sind? Welche Erfahrungen machen etwa Journalistinnen oder Stadtplanerinnen in Beruf und Alltag? Das fanden die Mädchen in Interviews heraus. Auszüge aus den Erzählungen hat die Gruppe in einem halbstündigen Hörstück verarbeitet. Online steht dieses nach mehreren Sendungen noch auf https://bwurl.de/15bd.

„Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis zeichnen wir das Engagement von Kindern und Jugendlichen für ihre eigenen Rechte oder die Rechte anderer aus. Gleichzeitig weisen wir darauf hin, wie wichtig die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist. Jene, die sich selbst als aktiv gestaltend erfahren, beteiligen sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung des Gemeinwesens“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Um den Preis bewerben können sich Projekte in den Kategorien Solidarisches Miteinander, Politisches Engagement, Kinder- und Jugendkultur.

Autor:

Josephine Macfoy aus Schöneberg

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