Verwaltung im Bezirk steuert bei Mängeln schnell nach
Schüler fordern mehr Hygiene auf Toiletten

Corona- Unternehmens-Ticker

Die befristete Schließung aller Schulen in Berlin war noch kein Thema, als sich der Landesschülerausschuss zum Thema Coronavirus und Schule äußerte.

Zunächst die gute Nachricht: Einen von der Vertretung der rund 350.000 Berliner Schüler angesprochenen Missstand scheint es im Bezirk Reinickendorf nicht zu geben. Die Schülervertreter hatten moniert, dass in mehreren Schulen Seifenspender und Papiertücher fehlten. Das ist ein erhebliches Problem in Zeiten, in denen häufiges Händewaschen nicht nur eine Frage des Anstands, sondern der Gesundheitsprävention ist.

Genug Seifen
und ausreichend Papierhandtücher

Der Reinickendorfer Schulstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) erklärte jedenfalls auf Nachfrage der Berliner Woche, dass im Bezirk sehr auf die entsprechende Ausstattung geachtet werde: „An Reinickendorfer Schulen ist derzeit kein Mangel an Seife und Papierhandtüchern bekannt. Im Einzelfall kann es aber immer zu Vandalismus oder Diebstahl kommen. In so einem Fall werden die Mängel aber in der Regel schnellstmöglich beseitigt. Zudem werden in den sanitären Einrichtungen Infomaterialien (Piktogramme) zum richtigen Händewaschen zur Vermeidung von Infektionsübertragung ausgehängt.“

Gut ein Viertel der Schüler
verzichtet aufs Händewaschen

Dass mangelnde Ausstattung von Sanitärräumen auch mit dem Verhalten von Schülern zu tun haben kann, bestätigt auch der Landesschülerausschuss. Er verweist auf eine Umfrage, nach der 27 Prozent der Schüler nach dem Aufsuchen einer Toilette auf das Händewaschen verzichten. Grund seien auch „eine allgemein bestehende Faulheit und ein größeres Desinteresse an der Hygiene“.

Andere Gründe seien aber auch kaltes Wasser sowie die mangelnde Ausstattung der Sanitärräume. Daher fordert der Landesschülerausschuss auch die Ausstattung aller Schultoiletten mit warmem Wasser.

Zugang zu Schulen
sollte stärker kontrolliert werden

Eine weitere Forderung der Schülervertreter könnte auch nach der Öffnung der Schulen relevant bleiben. Da auch dann immer noch die Gefahr von Ansteckungen mit dem Coronavirus bestehen wird, sollten erkrankte Menschen den Besuch von Schulen unterlassen. Kontrolliert werden kann das aber schlecht. So sind viele Oberschulen im Alltag unkontrolliert zu betreten. Rigoroser ist man seit Jahren in Grundschulen, nachdem es zu Missbrauchsfällen kam.

Autor:

Christian Schindler aus Reinickendorf

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