Neue Beleuchtung und Informationsplattform
Trister Yva-Bogen soll optisch aufgewertet werden

Der triste Yva-Bogen zwischen Hardenberg- und Kantstraße soll optisch belebt werden und mehr Touristen anziehen.
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Der Yva-Bogen am Bahnhof Zoo bekommt ein digitales Informationssystem und ein neues Beleuchtungskonzept. Das soll die Gasse optisch beleben und mehr Touristen in den Kiez Richtung Steinplatz locken.

Der Yva-Bogen zwischen S-Bahn-Trasse, C/O-Galerie im Amerika-Haus, Hardenbergstraße und Kantstraße ist eine eher triste Gasse. Im September 2011 werbeträchtig als neue Eventpassage eröffnet, fehlt der bis dahin namenlosen kurzen Fußgängerzone bis heute der Glanz. Das Delphi-Lux-Kino, das sechs Jahre später dort einzog, änderte daran nur wenig. Nun will ein neues Konzept die Gasse endgültig aus ihrem Mauerblümchendasein holen und den Yva-Bogen als Eingangstor in das Steinplatz-Quartier für Berliner und Touristen attraktiver machen.

Mehr Touristen anziehen

Das kündigte das Bezirksamt jetzt an. „Der Yva-Bogen am Bahnhof Zoo soll ab 2022 mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro baulich aufgewertet werden und künftig Touristen besser auf die Qualität und Vielfalt kultureller Angebote im Quartier hinweisen“, heißt es aus dem Rathaus. Denn die tourismusrelevanten Potenziale seien bislang nicht ausreichend erschlossen worden. „Um die Schwächen hinsichtlich Wahrnehmung und Frequenz zu beheben, sollen die Qualität und Vielfalt der Einrichtungen durch bauliche Maßnahmen in den Blick der Besucher gerückt, die Wegeleitung verbessert und somit eine Bindung von Touristen an das Quartier erreicht werden.“

Subjektives Sicherheitsgefühl erhöhen

Konkret soll die Passage zwischen Hardenberg- und Kantstraße ein „kombiniertes Informationssystem und Beleuchtungskonzept“ bekommen. An der Fassade des Bahnviadukts soll eine innovative Informationsplattform nach dem Setzkastenprinzip entstehen, ein sogenanntes Urbanes Regal. Das informiert auf Monitoren und LED-Wänden über aktuelle Veranstaltungen und Angebote im Steinplatz-Quartier. Den Betrieb übernimmt die AG City, die die Plattform mit lokalen Akteuren wie etwa dem Schiller-Theater bespielt. Energiesparende lichttechnische Installationen sollen das subjektive Sicherheitsgefühl erhöhen. Eine kostenfreie WC-Anlage und ein digitales Informationssystem gehören ebenfalls zum neuen Angebot.

Anrainer am Konzept beteiligt

Baubeginn soll laut Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) 2022 sein. „Damit kann das bereits Ende 2018 in einem Werkstattverfahren gemeinsam mit den Anrainern entwickelte Konzept umgesetzt werden.“ Das helfe nach dem Ende der aktuellen Pandemie auch den stark gebeutelten Kulturinstitutionen im Quartier, wieder Besucher anzuziehen, so der Baustadtrat. Im Rathaus geht man jetzt die detaillierte Bauplanung an. Der Senat hatte Mitte Dezember beschlossen, das Projekt Yva-Bogen auf Antrag des Bezirksamtes zu fördern. Benannt ist die Gasse übrigens nach Else Simon (Yva), Modefotografin und Ausbilderin des berühmten Helmut Newton.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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