Schwerer Unfall am Kottbusser Tor
Die erste tote Radfahrerin

Blumen und Kerzen am Unfallort.
  • Blumen und Kerzen am Unfallort.
  • Foto: Thomas Frey
  • hochgeladen von Thomas Frey

Das neue Jahr war erst wenige Tage alt, als es in Berlin den ersten tödlichen Verkehrsunfall mit einer Fahrradfahrerin gegeben hat.

Er passierte am 8. Januar am Kottbusser Tor. Gegen 13.30 Uhr fuhr dort ein LKW von der Kottbusser- in die Skalitzer Straße ein. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der 68 Jahre alten Frau, die in gleicher Richtung auf dem Radweg unterwegs war. Sie starb noch am Unfallort.

Die Feuerwehr war mit rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Auch um manche Passanten zu betreuen. Denn viele wurden an der belebten Kreuzung zu Augenzeugen.

Gaffer sorgt für Empörung

Während die meisten Menschen unter dem Eindruck des Geschehens standen, scheint bei einigen auch die Sensationsgier überwogen zu haben. Im Netz waren mehrere empörte Kommentare über sogenannte Gaffer zu lesen. Ein Mann wäre zum Beispiel ziemlich nahe an die Unglücksstelle herangetreten und habe dabei genüsslich seinen Eintopf gelöffelt. Als er aufgefordert wurde, sich zu entfernen, hätte er zu pöbeln begonnen.

Sehr schnell nach dem Unfall begann via Twitter eine erneute Diskussion über die Gefährlichkeit des motorisierten Verkehrs, besonders des Schwerlastverkehrs. Stadtrat Florian Schmidt (Grüne), aber auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) forderten einen besseren Schutz von Menschen, etwa dadurch, dass LKW ohne Abbiegeassistenten am besten die Fahrt in Innenstädte verboten werden sollte.

Kreuzung ist seit Jahren Unfallschwerpunkt

Ebenfalls wieder in den Blick genommen wurde die Situation am Kottbusser Tor. Die Riesenkreuzung mit zahlreichen Zu- und Abfahrten gehört regelmäßig zu den Berliner Unfallschwerpunkten. Auch manche Umbauten haben daran nicht grundsätzlich etwas geändert. An der gleichen Stelle, an der jetzt die Radfahrerin umgekommen ist, starb vor knapp zwei Jahren eine Fußgängerin. Sie war von einem Sattelzug erfasst worden.

Die 68-Jährige war auch nicht die erste Verkehrstote in diesem Jahr. Am 6. Januar starb ein 81 Jahre alter Mann an den Folgen einer Kopfverletzung. Die hatte er sich vier Tage zuvor zugezogen, als er mit seiner gleichaltrigen Begleiterin die Straße überquerte und die Frau dabei von einem Kastenwagen gerammt wurde. Nach Polizeiangaben riss sie beim Fallen den Mann mit zu Boden.

Dieses Unglück passierte in der Adalbertstraße. Nicht weit entfernt vom Kottbusser Tor.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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