Mehr Schutz für Wohnungsnehmer
Bezirk Lichtenberg und Senat finanzieren kostenlose Mieterberatung

In Lichtenberg gibt es jetzt eine unabhängige Mieterberatung. Sie steht allen Einwohnern des Bezirks offen, die zur Miete wohnen – ob bei einer Wohnungsbaugesellschaft, Genossenschaft oder einem Privatbesitzer.

Wie hoch darf eine Mieterhöhung sein? Was ist bei der Betriebskostenabrechnung zu beachten? Wie bringe ich den Vermieter dazu, Mängel zu beseitigen? Über diese und andere Fragen können sich Lichtenberger jetzt kostenlos informieren – dafür ist weder die Mitgliedschaft in einem Verein nötig, noch eine Rechtsschutzverssicherung. Auch wer Auskünfte zum Mietvertrag oder zum Kündigungsschutz, zu den Themen Wohngeld, Eigenbedarf, Untervermietung braucht, kann das neue Angebot nutzen.


Berlinweit am meisten Mietwohnungen

Dessen Finanzierung teilen sich das Bezirksamt Lichtenberg und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. „Unser Bezirk hat den höchsten Anteil an Mietwohnungen“, sagt Birgit Monteiro (SPD), Stadträtin für Stadtentwicklung. „Es sind knapp 96 Prozent. Auch wenn es noch vergleichsweise bezahlbare Mieten gibt, so deutet der Trend doch nach oben. Großvermieter kaufen Gebäude auf, denen ein zweifelhafter Ruf vorauseilt. Um angesichts dieser Entwicklungen die Rechte der Mieter zu stärken, haben wir die Beratung eingerichtet.“

Einsatz an zwei Orten

Das Bezirksamt hat drei Träger damit beauftragt. Das Büro für Sozialplanung und die Asum GmbH sind für den Bereich südlich der Landsberger Allee zuständig. Dort gibt es drei Anlaufstellen: montags zwischen 15 bis 17 Uhr (mit Rechtsanwalt) und von 17 bis 19 Uhr den Kieztreff Undine, Hagenstraße 53; donnerstags von 10.30 bis 12.30 Uhr das Haus der Generationen, Paul-Junius-Straße 64A und donnerstags von 15 bis 17 Uhr die Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Straße 9.

Die Firma Gesoplan berät die Mieter nördlich der Landsberger Allee. Sie unterteilt ihre Sprechstunden in Beratungen zu Anträgen für Ämter und in Vermieterangelegenheiten: dienstags von 16 bis 19 Uhr (Antragsstellung) und 17.30 bis 19 Uhr (Vermieter) im BENN-Büro in der Warnitzer Straße 14; mittwochs von 16 bis 19 Uhr (Antragsberatung) und von 17.30 bis 19 Uhr (Vermieter) im Bürgeramt 4, Große-Leege-Straße 103. Nach der Anlaufphase will das Bezirksamt evaluieren, wie die Angebote ankommen und wenn nötig Termine und Beratungsstellen anpassen.

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