Plakatkampagne, Fahnenhissen, Film über Hatun Sürücü
Zum Tag gegen Gewalt an Frauen

In einem Treppenhaus an der Sonnenallee wurde der Anfang gemacht: Bürgermeister Martin Hikel und Sami Natal vom Vorstand der "wohnungsgenossenschaft neukölln" hingen Plakate auf.
  • In einem Treppenhaus an der Sonnenallee wurde der Anfang gemacht: Bürgermeister Martin Hikel und Sami Natal vom Vorstand der "wohnungsgenossenschaft neukölln" hingen Plakate auf.
  • Foto: BA Nk
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Der 25. November war der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Deshalb hat es auch in Neukölln einige Aktionen gegeben.

Im Jahr 2017 wurden in Berlin 14 605 Opfer häuslicher Gewalt gezählt, knapp drei Viertel von ihnen weiblich. Und das sind nur die Fälle, die bekannt wurden, die Dunkelziffer dürfte wesentlich höher liegen. Betroffen sind alle gesellschaftlichen Milieus, unabhängig von Geld und Bildung.

Um Informationen unter die Bevölkerung zu bringen, startete am 22. November auf Initiative des Bezirksamts eine Kampagne: 16 Wohnungsbaugesellschaften hängen in ihren Treppenhäusern Plakate auf, mit denen insgesamt 34 000 Neuköllner Wohnungen erreicht werden.

Notrufnummern in Treppenhäusern

Sie tragen die Aufschrift „Für ein Zuhause ohne Gewalt“. Auf ihnen sind zwei Rufnummern vermerkt, an die sich Frauen im Notfall wenden können. Das Hilfetelefon ist unter 08000 11 60 16 zu erreichen, die Hotline der Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen (BIG) unter 611 03 00. Am selben Tag wurde vor dem Rathaus eine Flagge gehisst, die auf das Thema aufmerksam machte.

Am 25. November dann waren 300 Schülerinnen und Schüler zu einer Vorführung ins Cineplex in den Arcaden eingeladen: Es lief der Film „Nur eine Frau“. Er handelt vom Leben der Berlinerin Hatun Sürücü, die im Jahr 2005 von einem ihrer Brüder ermordet wurde. TV-Journalistin Sandra Maischberger, Produzentin des Films, nahm an der Vorstellung und der anschließenden Podiumsdiskussion teil.

„Wir dürfen nicht wegsehen, wenn Frauen gestalkt, vergewaltigt, geprügelt oder gar getötet werden. Aber das alles ist nach wie vor Realität", sagt Bürgermeister Martin Hikel (SPD). Er ermutigt alle Opfer, sich an die Polizei oder einen Notruf zu wenden. „Und wer als Nachbar oder Angehöriger etwas bemerkt, muss einschreiten, Hilfe anbieten oder die Polizei informieren.“

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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