Sicher zur Schule und zurück
Initiative sammelt Unterschriften für einen Einwohnerantrag

Kinder sollten möglichst früh ihren Schul- und Nachhauseweg ohne ihre Eltern bewältigen, am besten gemeinsam mit Altersgenossen.
  • Kinder sollten möglichst früh ihren Schul- und Nachhauseweg ohne ihre Eltern bewältigen, am besten gemeinsam mit Altersgenossen.
  • Foto: Schilp
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Kinder sollen sicher und selbstständig ihre Schule erreichen können, zu Fuß oder mit dem Rad. Das fordern Neuköllner Eltern und das „Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln“. Ende September haben sie auf dem Herrfurthplatz damit begonnen, Unterschriften für einen Einwohnerantrag zu sammeln.

Ein solcher Antrag dient dazu, Empfehlungen an die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) zu richten. Damit er gültig ist, müssen mindestens 1000 Menschen unterzeichnen, die ihren Hauptwohnsitz in Neukölln haben, aus der EU stammen und mindestens 16 Jahre alt sind. Die BVV entscheidet dann innerhalb von zwei Monaten über die Angelegenheit.

Worum geht es? Die Initiative will, dass ein Vier-Punkte-Paket beschlossen wird. Erstens soll die Schulwegsicherheit bei Straßenbauprojekten generell eine größere Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise Parkverbotszonen, sichere Straßenübergänge und Tempolimits. Der zweite Punkt betrifft den Testlauf des Pilotprojekts „Schulstraßen“: An drei Schulstandorten sollen Straßen zeitweise für den Kfz-Verkehr geschlossen werden. Drittens fordern die Unterzeichnenden, dass Polizei und Ordnungsamt im Umfeld von Schulen verstärkt kontrollieren – sowohl den parkenden wie den fließenden Verkehr. Der vierte Wunsch: Pläne für das „schulische Mobilitätsmanagement“ sind auszuarbeiten.

Um den Einwohnerantrag bei der BVV einzureichen, müssen zuvor drei „Vertrauenspersonen“ benannt werden. Eine davon ist Azra Vardar, Mutter eines schulpflichtigen Kindes. Sie weist auf die vielen Vorteile hin, die es habe, wenn Mädchen und Jungen alleine zur Schule gingen oder führen.

„Sie lernen sich eigenständig im Straßenverkehr zu bewegen, kennen ihre Quartiere besser und leben durch die zusätzliche Bewegung im Alltag gesünder“, sagt sie. Außerdem würden Eltern entlastet, und der motorisierte Verkehr an Schulen ginge zurück. Der Bezirkselternausschuss hat sich übrigens bereits im Vorfeld klar für den Einwohnerantrag ausgesprochen.

Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann Unterschriftenlisten unter www.fahrradfreundliches-neukoelln.de/ew-antrag-schulwegsicherheit herunterladen. Listen liegen auch aus im Stadtteilbüro Rütlistraße 1 (Di 9-13 Uhr und Do 14-18 Uhr) sowie im Nachbarschaftstreff Mahlower Straße 27 (werktags 10-16 Uhr). Die Aktion läuft noch mindestens bis Ende Oktober.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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