Vom Kleinspielfeld bis zum Bauhaus-Festival
Stadträtin Karin Korte über Sportanlagen, Kultur, Analphabeten und steigende Schülerzahlen

Karin Korte ist vielen bekannt. Sie war bereits Migrationsbeauftagte, Leiterin des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt und Mitglied des Angeordentenhauses. Seit einem guten Jahr ist sie Stadträtin.
  • Karin Korte ist vielen bekannt. Sie war bereits Migrationsbeauftagte, Leiterin des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt und Mitglied des Angeordentenhauses. Seit einem guten Jahr ist sie Stadträtin.
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Karin Korte (SPD) ist Stadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport. Kürzlich stellte sie die wichtigsten Vorhaben und die kulturellen Highlights in diesem Jahr vor.

Im Bereich Sport stehen Sanierungen auf dem Programm. Die Arbeiten im Degewo-Stadion an der Lipschitzallee sollen im Sommer abgeschlossen sein. Hergerichtet wird zurzeit das Umkleide- und Funktionsgebäude. Dank eines Aufzuges können bald auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen alle Räume erreichen.

Sanierte Sportstätten

Die Britzer  Anlage An der Windmühle bekommt nach einem Sturmschaden ein neues Kleinspielfeld, außerdem gibt es neue Fenster, Türen, Sanitäranlagen und Fliesen für die beiden Gebäude. An der Johannisthaler Chaussee wird die Außentreppe zu den oberen Umkleidekabinen instandgesetzt, und wer auf dem Sportplatz am Maybachufer trainiert, kann sich über eine neue Beleuchtung und Lautsprecheranlage freuen. Schließlich beginnen die Planungen für die Sanierung des Gebäudes der Sportanlage Buschkrugallee und die ersten Arbeiten am Funktionsbau im Werner-Seelenbinder-Sportpark an der Oderstraße.

In Sachen Kultur sei das Außergewöhnlichste an erster Stelle genannt: Die Gropiusstadt bekommt zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ ihr eigenes Festival – und zwar vom 31. August bis zum 7. September. Es gibt eine zentrale Ausstellung im Gemeinschaftshaus, Bauhaus-Werkstätten für alle, einen Performance-Parcours und eine Lichtinstallation am Gropius- und am Ideal-Haus. „Es wird jeden Tag etwas los sein“, verspricht Korte.

Weitere Höhepunkte: Am 26. Juli feiert die neue Sommeroper auf Schloss Britz Premiere. Wieder wird ein fast vergessenes Juwel auf die Bühne gebracht, nämlich „L’Americano“ von Niccolò Piccini, ein heiteres Intermezzo in zwei Akten, uraufgeführt im Jahr 1772. Das größte kommunale Neuköllner Ausstellungshaus, die Galerie im Körnerpark, zeigt von April bis August unter dem Titel „Druck. Druck. Druck“ eine Schau über Printmedien. „Im vergangenen Jahr haben wir hier 31 198 Besucher gezählt, das ist Rekord“, berichtet die Stadträtin. Die Jahresausstellung im Museum Neukölln trägt den Titel „Handwerk in Neukölln“ und wird am 11. Mai eröffnet. Präsentiert werden 28 Fertigungsstätten – vom Traditionsbetrieb bis zum Start-up.

28 000 funktionale Analphabeten

Beim Thema Bildung freut sich Korte besonders über die umgestaltete Helene-Nathan-Bibliothek, die jetzt einen eigenen Jugendbereich hat. Hier gibt es ein Lernzentrum, neue Arbeitsplätze und moderne Sitzgelegenheiten wie die Multi-Media-Sessel, die als akustische Inseln dienen. Am Herzen liegt ihr auch das Lernhaus an der Werbellinstraße. Hier werden Vollzeitlehrgänge für Erwachsene angeboten, die wenig oder gar nicht schreiben und lesen können. „In Neukölln gehen wir von rund 28 000 funktionalen Analphabeten aus. Wir werden diese Kurse fortsetzen, so lange es nötig ist, und das wird lange sein“, so Korte.

Neben den vier Großprojekten Campus Rütli, Campus Efeuweg, Leonardo-da-Vinci-Gymnasium und Clay-Schule stehen in vielen weiteren Schulen Arbeiten an. Insgesamt wird in 46 der 59 Schulen gebaut. Die Palette reicht von neuen Sanitäranlagen und Fenstern bis zu Mensen und Komplettsanierungen. An Neuköllns Schulen lernen fast 29 000 Kinder und Jugendliche. Und die Zahl wächst. „Im kommenden Schuljahr sind es voraussichtlich 100 Grundschul- und 60 Oberschüler mehr als 2018“, sagt Korte.

Was Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) 2019 im Bezirk anpacken will, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe der Berliner Woche.

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