"Ein ganz neuer Park am Wasser"
Bauarbeiten am Weigandufer gehen in die nächste Runde / Uferweg am Kanal wird umgestaltet

Der zugewucherte Streifen zwischen Uferweg und Straße wird in diesen Tagen gerodet.
  • Der zugewucherte Streifen zwischen Uferweg und Straße wird in diesen Tagen gerodet.
  • Foto: Schilp
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Die Arbeiten am Weigandufer gehen in die nächste Phase. Wenn im Herbst 2020 alles fertig ist, soll sich der Weg entlang des Neuköllner Schifffahrtskanals wesentlich attraktiver präsentieren – vor allem für Fußgänger.

Eine Fahrradstraße ist das Weigandufer bereits, ausgenommen ist nur das letzte Stück ab Treptower Brücke. Das heißt, die Motorisierten haben sich den Radlern anzupassen, nicht umgekehrt. Weitere Neuerungen für Wagenlenker stehen im Frühjahr an: Der Abschnitt zwischen Wildenbruchstraße und Innstraße wird autofrei. Ein Abbiegen von der Wildenbruchstraße in Richtung Osten ist schon in wenigen Wochen nicht mehr möglich.

Damit nicht genug: Auch die Mittelinsel auf der Wildenbruchstraße wird umgebaut, damit die Fußgänger sicherer über den Damm kommen. Auch das bringt eine Veränderung für Kraftfahrer mit sich. Wer aus Richtung Weichselplatz das Weigandufer befährt, darf nicht mehr links in die Wildenbruchstraße einbiegen. Weil der Weg wegen der autofreien Zone auch geradeaus nicht weiterführt, bleibt nur die Möglichkeit, in Richtung Sonnenallee zu steuern.

Weg mit dem Gestrüpp

Bis es so weit ist, werden aber erst einmal andere Arbeiten erledigt: Im Abschnitt zwischen Wildenbruch- und Innstraße – also entlang des Wildenbruchplatzes – entfernen Bezirksamtsmitarbeiter auf dem Streifen zwischen Gehweg und Fahrbahn das Gestrüpp und alle Sträucher, die höher als einen halben Meter sind. Der Wildwuchs war vielen Passanten in der Vergangenheit ein Dorn im Auge: Erstens fühlten sie sich an den vielen unübersichtlichen Stellen nicht sicher, zweitens lud das verwahrloste Grün zum illegalen Müllabladen ein.

Ist die Rodung abgeschlossen, wird der unbefestigte Weg am Wasser so umgestaltet, dass er sich nicht mehr nach jedem Regenguss in eine Pfützenlandschaft verwandelt. Im Gegenzug verschwindet der bisherige Bürgersteig entlang des Parks und wird Teil der Grünfläche. Danach geht es daran, einen neuen Pflanzstreifen auf der gerodeten Fläche anzulegen. Gräser, Wiese und Stauden sollen das menschliche Auge erfreuen und Insekten und Vögel anlocken. Im Spätsommer ist geplant, auch einige höhere Sträucher zu pflanzen. Über die genauen Standorte wird noch mit den Anwohnern gesprochen.

Baumfällungen sind nicht geplant, es werden sogar zwei Felsenbirnen und sechs Amberbäume neu gepflanzt. „Der Wildenbruchplatz wird seinen Charakter komplett verändern. Durch die Sperrung für den Autoverkehr entsteht ein ganz neuer Park am Wasser“, sagt Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne). Als Ausgleich für die wegfallenden Pkw-Stellplätze sollen an der Innstraße neue geschaffen werden.

Weiter Richtung Norden

Läuft alles nach Plan, geht es im Herbst auf der anderen Seite der Wildenbruchstraße weiter. Bis zur Fuldastraße stehen hier ebenfalls Rodungen, Neupflanzungen und der Umbau es Gehweges an. Zwei Silberweiden ergänzen den Baumbestand. Außerdem werden auf dem gesamten Abschnitt neue Sitzgelegenheiten und 32 Fahrradbügel aufgestellt.

Insgesamt kosten die Arbeiten voraussichtlich rund 1,5 Millionen Euro. „Wir schaffen für die Anwohnerinnen und Anwohner ein attraktives neues Ufer. Außerdem stärken wir die neue Fahrradstraße und reduzieren den Durchgangsverkehr. Das alles führt zu mehr Lebensqualität und zu mehr Sicherheit im Kiez“, sagt Bürgermeister Martin Hikel (SPD).

Die Neugestaltung entwickelt hat das Bezirksamt gemeinsam mit der Anwohnervertretung und dem Beteiligungsgremium Sonnenallee im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße/Sonnenallee.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kms-sonne.de.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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