Kreuzgefährliche Stelle
Bauleute blockierten zwei Wochen lang Radweg auf der Greifswalder Straße

Diese Baustelleneinrichtung blockierte in gefährlicher Weise den Radweg auf der Greifswalder Straße.
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Auf der Greifswalder Straße sorgte zwei Wochen lang eine Baustelle für Ärger bei allen Radfahrern. Wer aus Richtung Stadtmitte kommend den markierten Radstreifen auf der Greifswalder Straße entlangfuhr, wurde hinter der Hufelandstraße in eine kreuzgefährliche Situation geleitet. Ein paar Meter hinter dieser Kreuzung stand nämlich eine ungesicherte Baustelleneinrichtung.

Der Grund: Der dortige Discounter-Markt wird ausgebaut. Statt die Baustelle auf den Rand des Gehwegs zu beschränken, machten sich die Bauleute dort richtig breit. Und die Radfahrer wurden ganz unvermittelt vom Radstreifen auf die Fahrbahn geleitet, bis sie nach etlichen Metern wieder auf den Radstreifen zurückkehren können. Eine erhöhte Unfallgefahr auf dieser vielbefahrenen Straße.

Anwohner Carsten Meyer, der selbst den Fahrradweg häufig nutzt war verärgert. „Das eigentliche Problem ist hier ja nicht, dass ein paar Hanseln aus Cuxhaven die Baustelle aus Dusseligkeit nicht richtig aufgebaut haben. Das Hauptproblem ist, dass die Verkehrsgefährdung nicht kurzfristig behoben beziehungsweise die Behebung nicht kontrolliert wurde.“ Carsten Meyer setzte jedenfalls alles daran, um die Beseitigung dieser Gefahrenstelle zu erreichen. Unter anderem informierte er die zuständige Polizeiwache. Man sagte ihm zu, dass man sich um die Sache kümmern werde. Als sich tagelang nichts tat, erstattete er wegen „Gefahr in Verzug“ Anzeige bei der Polizeipräsidentin.

Weiterhin wandte er sich an den verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Tino Schopf. Auch ihm sagte man vonseiten der Straßenverkehrsbehörde zu, etwas zu unternehmen. Weil sich zwölf Tage nach seiner ersten Meldung immer noch nichts tat, wandte sich Meyer direkt an Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese (Bündnis 90/Die Grünen). Und dann, 14 Tage nach Carsten Meyers erster Meldung, wurde die Baustelle so zusammengerückt, dass der Radweg wieder frei war.

Ärgerlich findet Carsten Meyer nicht nur, dass eine Baufirma so lange Zeit offenbar unbehelligt blieb, ihn stört vor allem, dass die Behörden offensichtlich nicht in der Lage sind, die Gefahr rasch beseitigen zu lassen.

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