Schnellere Hilfe für Wohnungslose
Gebewo, Bezirk und Gesobau setzen Zusammenarbeit fort

Im Kampf gegen Wohnungslosigkeit kooperieren das Bezirksamt, die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau sowie die Gebewo – Soziale Dienste gGmbH bereits seit einigen Jahren miteinander. Seit viereinhalb Jahren arbeiten sie aber auch in der Bereitstellung von Wohnungen für Wohnungslose zusammen.

Eine entsprechende Vereinbarung schlossen die drei Partner im Juni 2016 ab. Diese ist nun nach erfolgreicher Zusammenarbeit um weitere vier Jahre bis Ende 2024 verlängert worden.

Die Gebewo betreibt in Berlin mehrere Unterkünfte für wohnungslose Menschen. In Pankow gibt es solche Einrichtungen zum Beispiel an der Kopenhagener Straße. Dort leben Menschen, die ihre Wohnung verloren und es aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr gewohnt sind, in einem eigenen Haushalt klarzukommen. Sozialarbeiter unterstützten sie dabei, ihre persönlichen Dinge zu klären und nach und nach wieder so Fuß zu fassen, dass sie eigenständig in einer Wohnung leben könnten.

Als es in Berlin noch ausreichend Wohnungen gab, war es kein Problem, diesen Menschen eine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Inzwischen sieht das aber ganz anders aus. Es wird immer schwerer, bezahlbare Wohnungen zu finden. Weil sie bereits sehr gut beim Thema Mietschuldnerberatung zusammenarbeiten, taten sich Bezirksamt Gesobau und Gebewo zusammen und überlegten, was man gemeinsam tun könnte. Sie kamen überein, es mit einem völlig neuen Modell zu versuchen.

Gesobau stellt Wohnungen bereit,
Gebewo übernimmt Betreuung

Demzufolge stellt das städtische Wohnungsunternehmen Gesobau dem Träger Gebewo nach einem vereinbarten Modus Wohnungen zur Verfügung, die von vorhergehenden Mietern gekündigt wurden. Diese Wohnungen werden zunächst vom Träger angemietet. Der Wohnungslose wird dann so lange in der Wohnung betreut, bis er als Hauptmieter in den Mietvertrag einsteigen kann. Diese Überleitungsphase wird vom Bezirksamt finanziert.

Weil das bisher gut funktionierte, entschieden die Partner, weitere vier Jahre zusammenzuarbeiten. „Unsere erfolgreiche Kooperation zeigt deutlich, dass ein abgestimmtes Zusammenwirken zwischen Wohnungswirtschaft, Trägern der Wohnungsnotfallhilfe und Sozialhilfeträgern Menschen wirksam dabei unterstützen kann, Armut, Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit zu überwinden“, sagt Ekkehard Hayner von der Geschäftsführung der Gebewo. „Das Problem der Wohnungslosigkeit in Berlin ist zu groß, um die Lösung im Alleingang zu versuchen. Wir freuen uns über die Verlängerung dieser fruchtbaren Zusammenarbeit.“ Lars Holborn, Prokurist und Geschäftsbereichsleiter der Gesobau, erklärt: „Als kommunale Wohnungsbaugesellschaft ist es unsere Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten bereitzustellen. Ein sicheres Zuhause dient den bis dahin obdachlosen Menschen als Basis, um gemeinsam mit der ambulanten Wohnhilfe Schritt für Schritt zurück ins Leben zu finden. Zusammen mit der Gebewo und dem Bezirk Pankow unterstützen wir die Integration von Wohnungslosen dabei sehr gern weiterhin als starker Partner.“

Die Zusammenarbeit mit der Gebewo und der Gesobau ermögliche dem Bezirksamt, wohnungslosen Menschen eine langfristige Perspektive zu bieten, kommentiert Sozialstadträtin Rona Tietje (SPD) die Verlängerung der Kooperation. „Die eigenen vier Wände sind dafür eine wichtige Voraussetzung. Die umfassende Unterstützung durch die Gebewo hilft den Betroffenen dabei, die Wohnung auch dauerhaft zu behalten. Deswegen bin ich sehr froh, dass wir die erfolgreiche Kooperation fortsetzen.“

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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