Bahnfahrt inklusive
Noch keine Einigung bei Kombitickets

Stellen Sie sich vor, Sie haben teure Konzertkarten, fahren mit dem Auto und finden keinen Parkplatz. Vielleicht wären Sie ja mit den Öffentlichen gefahren, wenn auch die Konzertkarten als Fahrschein nutzbar gewesen wären.

So wie bei Spielen von Hertha BSC. Der Verein bietet seinen Fans beim Kauf einer Eintrittskarte fürs Olympiastadion auch gleich eine Fahrkarte für BVG und S-Bahn zum vergünstigten Preis an. So sollen Staus rund um das Stadion verhindert werden, genauso wie zugeparkte Straßen und verärgerte Anwohner. In Zeiten drohender Diesel-Fahrverbote schonen solche Kombitickets zudem die Umwelt. Auch der Senat findet die Kombitickets gut, denn im neuen Mobilitätsgesetz ist das Ziel enthalten, dass die Veranstalter von Großevents eine ÖPNV-Nutzung über die Eintrittskarte anbieten sollen – eher freiwillig als verpflichtend.

Doch die Veranstalter sperren sich noch, weil der Preisaufschlag von rund 1,50 Euro zu hoch sei. Das berichtete die Berliner Morgenpost über die Lollapalooza-Verantwortlichen und die Ausrichter der Leichtathletik-EM. 

Dabei ist doch klar, dass für die Zeit vor und nach dem Groß-event mehr Busse und Bahnen eingesetzt werden müssen, um die Menge der Menschen zu transportieren. Womit wir wieder auf die Frage zurückkommen, wer das bezahlen soll. Das Land Berlin? Die Veranstalter? Oder jeder Veranstaltungsbesucher – egal, ob er mit Bus und Bahn, per Rad, Auto oder zu Fuß anreist? Und reichen dann 1,50 Euro aus? Bei Hertha klappt's ja anscheinend.

Sollen für Großveranstaltungen Kombitickets zur Pflicht werden?

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