Mit dem Rad auf Spurensuche
Karten zu Orten der Friedlichen Revolution

Mit diesen drei Karten können sich Radfahrer auf Spurensuche in Lichtenberg, Pankow und Mitte begeben.
  • Mit diesen drei Karten können sich Radfahrer auf Spurensuche in Lichtenberg, Pankow und Mitte begeben.
  • Foto: Bezirksamt Lichtenberg
  • hochgeladen von Bernd Wähner

„Kontraste. Orte der Opposition und Orte der Repression“ war der Titel einer ersten Fahrradkarte, die in Kooperation der Bezirke Lichtenberg, Pankow und Mitte Ende vergangenen Jahres herausgeben wurde.

Diese Karte wurde mit Blick auf das Jubiläum "30 Jahre Friedliche Revolution" im Ostteil der Stadt zusammengestellt. Weil nicht nur Lichtenberg, sondern auch Pankow und Mitte vor 30 Jahren im Fokus der Ereignisse standen, wurde diese Karte in einem Gemeinschaftsprojekt dieser drei Bezirke entwickelt. Vorgesehen war von Anfang an, nicht nur eine, sondern insgesamt drei Fahrradkarten herauszugeben, mit deren Hilfe Interessierte Orte erfahren können, die vor allem 1989/90 eine wichtige Rolle spielten.

In diesem Sommer ist das Karten-Trio nun komplett. Mit der Route, die sich auf der ersten Fahrradkarte findet, können Orte der Friedlichen Revolution angefahren werden, wie die Gethsemanekirche, der Teutoburger Platz und die Erlöserkirche sowie Orte der Repression, wie die Gedenkstätte Hohenschönhausen und die Stasizentrale in Lichtenberg.

Die zweite Tour „Entlang der ehemaligen Mauer“ startet am S-Bahnhof Nordbahnhof und verbindet mehrere historische Mauerpunkte und Grenzübergänge mit dem grünen Norden Berlins. Wer sich auf dem Rad mit Berlins Sowjetgeschichte vertraut machen möchte, nimmt die dritte Karte „Spannungsfeld Bruderstaat“ zur Hand. Mit ihrer Hilfe kann vom Sowjetischen Ehrenmal in Schönholz über Schloss Schönhausen, das Deutsch-Russische Museum in Karlshorst, den Gedenkort Rummelsburg bis zum Ende der Tour am Tierpark Friedrichsfelde geradelt werden.

Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) begrüßt es, dass die beiden ergänzenden Fahrradrouten in dieser Radsaison „abgeradelt“ werden können. „Ich freue mich über die gelungene Zusammenarbeit mit Pankow und Mitte“, sagt er. „Nun können Bürger und auch Berlins Gäste die geschichtsträchtigen Orte erfahren. Aber nicht nur Historisches zeigt sich auf den Fahrradtouren. Man erlebt auch hautnah, wie lebenswert und bunt Lichtenberg ist.“

Die Fahrradkarten gibt es in deutscher und englischer Sprache. Sie liegen an öffentlichen Orten, wie zum Beispiel im Rathaus Lichtenberg, in den Lichtenberger Bibliotheken und im Tourist Information Center in der Schönhauser Allee 36 im Hof der Kulturbrauerei aus.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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