Ehrenurkunde und neue Aufgabe für Ex-Stadtrat
Wilfried Nünthel bekommt höchste Auszeichnung und wird Schulbaukoordinator

Von Bürgermeister Michael Grunst (rechts) bekam Wilfried Nünthel die Ehrenurkunde des Bezirksamtes.
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  • Foto: Foto: Bezirksamt Lichtenberg
  • hochgeladen von Berit Müller

Lichtenbergs langjähriger Stadtrat Wilfried Nünthel (CDU) hat sich Ende Januar – vorerst – in den Ruhestand verabschiedet, bis dahin war er das dienstälteste Bezirksamtsmitglied der ganzen Stadt. Zum Ausstand gab es noch ein Extra-Dankeschön von den Kollegen.

Für seine Verdienste um den Bezirk überreichte Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) Wilfried Nünthel die Ehrenurkunde und damit höchste Auszeichnung des Bezirksamtes. Sie geht nur an Menschen, die sich in besonderem Maße für den Bezirk engagiert haben, sei es in Politik oder Wirtschaft, im sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich. Auch jenen, die das Ansehen des Bezirks über seine Grenzen hinaus gesteigert haben, gebührt diese Ehre.

„Wilfried Nünthel erhält die Auszeichnung in Anerkennung und Achtung seiner langjährigen Arbeit als Bezirksstadtrat“, heißt es in der Begründung des Bezirksamtsbeschlusses zur Vergabe der Urkunde. „Die Ergebnisse seiner Arbeit sind herausragend. Er hat sich bleibende Verdienste um den Bezirk erworben.“

"Lichtenberger Lokalmatador"

Nünthel wurde erstmals 1993 in Marzahn Stadtrat fürs Bauen, Wohnen und die Umwelt, ab 1994 übernahm er dort zusätzlich das Ressort für Wirtschaft und Finanzen. Von 1995 bis 2000 war er bei den Nachbarn Stadtrat für Stadtgestaltung und Umweltschutz. 2000 wechselte er nach Lichtenberg, wo er bis 2006 für die Bereiche Bürgerdienste und Soziales zuständig war. Eine Auszeit vom kommunalen Verwaltungsbetrieb nahm er in den Jahren 2007 bis 2010 als Geschäftsführer im Job-Center Treptow-Köpenick, von 2010 bis 2011 leitete er das Sozialamt in Marzahn-Hellersdorf. Im November 2011 wurde Wilfried Nünthel erneut zum Lichtenberger Stadtrat gewählt, diesmal in Verantwortung für das Ressort Stadtentwicklung. Nach seiner Wiederwahl 2016 und bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende Januar war er für die Bereiche Schule, Sport, Öffentliche Ordnung, Umwelt und Verkehr zuständig.

„Mit Wilfried Nünthel verabschiedet sich ein wahrer Lichtenberger Lokalmatador“, sagte Bürgermeister Michael Grunst bei der Vergabe der Ehrenurkunde. „Für ihn stand stets das Wohl des Bezirkes an erster Stelle. Das spiegelte sich in der guten Zusammenarbeit und in vielen gemeinsamen Errungenschaften wieder“.

Allzu ernst scheint es Wilfried Nünthel mit dem Ruhestand allerdings nicht gemeint zu haben. Wie die Senatsbildungsverwaltung am 11. Februar mitteilte, hat Senatorin Sandra Scheeres (SPD) den ehemaligen Lichtenberger Stadtrat zum Berliner Schulbaukoordinator berufen. Die neu geschaffene Funktion wird der Staatssekretärin für Bildung, Beate Stoffers, als Stabstelle zugeordnet. Nünthel soll darin die Verwaltungs-, Planungs- und Bauprozesse auf Landes- und Bezirksebene miteinander abstimmen und verbindliche Absprachen treffen.

Über Parteigrenzen hinweg

„Mit Wilfried Nünthel konnten wir einen erfahrenen Verwaltungsfachmann für unsere Schulbauoffensive gewinnen", so Senatorin Scheeres. Die Personalie zeige, dass der umfassende Neubau und die Sanierung von Schulen eine große Aufgabe sei, an der sich Verwaltungsexperten unabhängig ihres Parteibuchs beteiligen.

In seiner neuen Funktion ist Nünthel nun Ansprechpartner für die an der Schulbauoffensive beteiligten Bezirke und Schulen. Er ist für eine gut funktionierende Kommunikation zwischen allen Akteuren verantwortlich, er klärt Einzelfragen, unterstützt das Berichtswesen und vermittelt Informationen.

Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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