„Viele Berliner wollen etwas tun!“
Das Ehrenamtsportal „Freiwillick Grün“ vernetzt Freiwillige mit Naturschutz- und Umweltorganisationen

Projektkoordinatorin Ute Reinhardt von der Stiftung Naturschutz Berlin betreut das Ehrenamtsportal „Freiwillick Grün“.
  • Projektkoordinatorin Ute Reinhardt von der Stiftung Naturschutz Berlin betreut das Ehrenamtsportal „Freiwillick Grün“.
  • Foto: Stiftung Naturschutz Berlin
  • hochgeladen von Michael Vogt

Sie möchten Berlin grüner machen, wollen sich für Umwelt- und Naturschutz engagieren? Die Plattform „Freiwillick Grün“ vernetzt Freiwillige mit Umwelt- und Naturschutzorganisationen und informiert über die Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements in diesem Bereich.

Ute Reinhardt ist Politologin und seit Beginn des Projektes mit dabei. „Begonnen habe ich mit dem Aufbau der Koordinierungsstelle Ehrenamt, die im März 2020 bei der Stiftung Naturschutz Berlin mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eingerichtet wurde. Damit reagierte die Stiftung, die seit vielen Jahren Trägerin des Freiwilligen Ökologischen Jahrs (FÖJ) und des Ökologischen Bundesfreiwilligendienstes (ÖBFD) ist, auf die große Nachfrage nach ehrenamtlichen Tätigkeiten auch außerhalb des zeitlichen und altersbeschränkten Rahmens von FÖJ und ÖBFD. „Viele wollen etwas tun. So entstand auch die Idee zur Plattform ‚Freiwillick Grün‘, die im Herbst 2020 online gegangen ist“, erklärt Ute Reinhardt. Über eine Eingabemaske im Internet können nun Umweltorganisationen und andere ihre Angebote für Interessierte auf die Plattform stellen.

Trotz der Hindernisse beim Start durch Corona konnten innerhalb eines Jahres rund 200 Freiwillige über die Internetseite und weitere 20 über den persönlichen Kontakt in circa 120 Einsätze vermittelt werden. „Mittlerweile hat sich ein recht breites Netzwerk gebildet“, so Reinhardt. „22 Organisationen sind momentan auf unserer Plattform registriert und es gibt Nachfragen aus allen Altersgruppen – von Schülern und Studenten über Leute mitten im Berufsalltag bis hin zu Rentnern. Und bei den Tätigkeiten sind Hand und Kopf gleichermaßen gefordert.“ So müssten Naturschutzflächen gepflegt werden, Kartierungen von Flora und Fauna in Berlin wären ohne ehrenamtliche Unterstützung nicht vorstellbar und auch die Verwaltung brauche immer wieder helfende Hände.

Oft, so Reinhardt, gehe es um Draußeneinsätze wie zum Beispiel um Müllbeseitigung, Pflege von Krankenhausgärten, aber auch um handwerkliche Arbeiten in Repair-Cafés oder um Standbetreuungen für Umweltorganisationen. Ergänzt wird die digitale Austauschplattform durch eine telefonische Beratung. Und mit den „Green Social Days“ richtet sich ein Angebot von „Freiwillick Grün“ an Unternehmen. Die Aktionen lassen Mitarbeiter zusammenrücken, indem sie an einem oder mehreren Tagen im Jahr gemeinsam dazu beitragen, Berlin grüner und lebenswerter zu machen. „Zum Beispiel hat vor Kurzem die Belegschaft eines Unternehmens dabei mitgeholfen, konkurrenzstarke Pflanzenarten aus Bereichen der Wuhlheide zu entfernen“, freut sich Ute Reinhardt.

In das neue Jahr schaut sie trotz anhaltender Pandemie mit viel Zuversicht. „Momentan kommen Corona und der Winter zusammen. Doch wenn es wieder wärmer wird, steigt erfahrungsgemäß auch die Zahl der Angebote und die Bereitschaft der Menschen, sich aktiv einzubringen.“ Und was gebe es Schöneres, als in der Natur durch eine sinnvolle Tätigkeit einen Ausgleich zum Alltag zu finden?

Ute Reinhardt und Arne Mensching beraten täglich in der Zeit von 9 bis 17 Uhr unter Tel. 26 39 41 60 rund um das Engagement für den Umwelt- und Naturschutz in Berlin. Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unter www.freiwillickgruen.de.

Autor:

Michael Vogt aus Prenzlauer Berg

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