Unfälle, Angriffe, Attacken auf Einsatzkräfte
Das Pfingstwochenende in Friedrichshain-Kreuzberg aus Polizeisicht

Die Kreuzung Rigaer und Liebigstraße ist nicht nur am 1. Mai ein Hotspot für die Polizei.
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  • Foto: Thomas Frey
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Es war viel los an den Pfingstfeiertagen. Und es gab auch weniger erfreuliche Begleiterscheinungen. Im Polizeibericht war Friedrichshain-Kreuzberg über das lange Wochenende besonders stark vertreten.

Bei Unfall schwer verletzt. Eine Radfahrerin ist am Nachmittag des 8. Juni an der Kreuzung Warschauer- und Grünberger Straße trotz roter Ampel nach links abgebogen. Dabei wurde sie von einer Straßenbahn erfasst und musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Tramfahrer erlitt einen Schock. Bereits in der Nacht zum 8. Juni hatte es an der Kreuzung Alte Jakob- und Lindenstraße einen Zusammenstoß zwischen zwei Autos und drei Verletzte gegeben.

Immer wieder die Rigaer Straße. Während des gesamten Pfingstwochenendes wurden dort Polizisten mehrfach mit verschiedenen Gegenständen beworfen. Die Attacken begannen am Nachmittag des 8. Juni und kamen zunächst von vier vermummten Personen, die sich auf einem Hausdach befanden. Als die Beamten gegen 23 Uhr einer 15-Jährigen einen Platzverweis erteilten, weil sie trotz mehrfacher Aufforderung die Fahrbahn nicht verlassen wollte, flogen weitere mit Farbe gefüllte Wurfgeschosse aus einem Gebäude an der Liebigstraße.

Steine und Farbbeutel gingen auch etwa drei Stunden später auf das Fahrzeug einer Einsatzhundertschaft nieder. Von ihnen wurde auch ein Polizist am Fuß getroffen. Er war gerade dabei, die Schäden festzustellen.

Am 10. Juni gegen 2.10 Uhr zielten Unbekannte aus einem Fenster an der Liebigstraße erneut mit Farbbeuteln und mit Farbe gefüllten Glaskörpern in Richtung eines Polizeifahrzeugs. Vier davon trafen den Wagen. Ein Beutel schlug unmittlbar vor einem Beamten auf dem Gehweg ein.

In der Nacht zum 10. Juni wurde auf der Rigaer Straße ein Auto durch ein Feuer leicht beschädigt. Ein Zeuge hatte gegen 2.45 Uhr vier Personen an dem Pkw gesehen und kurz danach einen Knall und eine Flamme am linken vorderen Reifen registriert. Die alarmierte Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen, weil der Brand von alleine erlosch.

Jugendlicher überfallen. Drei Männer haben am Vormittag des 9. Juni am Lausitzer Platz von einem 17-Jährigen die Herausgabe von Geldbörse und Handy verlangt. Als der Jugendliche das verweigerte, wurde er mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen. Danach flüchtete das Trio ohne Beute. Der 17-Jährige kam mit einer Schnittverletzung ins Krankenhaus.

Gewalttätiger Dealer. Ein mutmaßlicher Drogenhändler hat am 9. Juni gegen 21 Uhr am Kottbusser Tor einen Passanten mit einem Messer und einer Glasflasche angegriffen und verletzt. Der Verdächtige soll zuvor mehrfach vergeblich versucht haben, seinem späteren Opfer und dessem Begleiter Drogen zu verkaufen und dabei auch zudringlich geworden sein. Als ihn der Mann schließlich wegschob, kam es zur Gewaltattacke. Der Angreifer floh zunächst, konnte allerdings wenig später von alarmierten Polizisten festgenommen werden. Zuvor hatte er das Messer und die Drogen weggeworfen, was die Einsatzkräfte aber bemerkt hatten. Beides wurde sichergestellt.

Körperverletzung beim Karneval. An der Hasenheide hat am 9. Juni gegen 20.35 Uhr ein Unbekannter einen Mann, der dort Teilnehmer des Straßenumzugs beim Karneval der Kulturen war, zunächst vermeintlich gestoßen und war dann weiter gegangen. Kurz danach bemerkte der Angegriffene eine Verletzung am Oberkörper. Alarmierte Rettungskräfte stellten bei ihm oberflächliche Schnittverletzungen fest und brachten ihn zur Beobachtung ins Krankenhaus.

Einen Tag vermisst. Besucherin des Karnevals war am 9. Juni auch eine Frau mit ihrem 19-jährigen Sohn. Der Jugendliche hat das Down-Syndrom. Vor dem Zugang zum U-Bahnhof Mehringdamm verlor sie ihn gegen 20 Uhr im Gewühl aus den Augen. Nach dem Vermissten wurde danach auch durch eine öffentliche Mitteilung der Polizei gesucht. Am frühen Abend des 10. Juni entdeckte ihn eine Passantin am Alexanderplatz. Der 19-Jährige war wohlauf und konnte seiner Mutter übergeben werden.

Schlichterin angegriffen. Ein Paar ist am 10. Juni gegen 4 Uhr auf der Warschauer Straße in Streit geraten. Eine Passantin bemerkte das, stellte sich vor die Frau und versuchte die Auseinandersetzung zu schlichten. Der Mann soll ihr danach ins Gesicht gespuckt, in den Bauch getreten und sie fremdenfeindlich beleidigt haben. Anschließend flüchtete er in Richtung Revaler Straße.

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